Rechnen, schreiben, lesen…

Während die Natur Wasser bekommt auf das sie so lange hat warten müssen, noch einmal mein Ofen eingeheizt wird und die Bergspitzen verschneit werden und ich so gar keine Lust habe vor die Tür zu gehen

nutze ich die Zeit und widme mich meinem Blog und nehme euch mit…

Dieses Jahr im Dezember lebe ich seit 40 Jahren in der Schweiz – meine Herrschaften! und seit 13 Jahren in der Nähe des Walensee`s und seit 2 Wochen weiss ich, dass es in meiner Nähe ein kleines Besenbeizli „das Wöschhüsli“ gibt. Ein wundervoller, friedlicher und verträumter Platz…

Geöffnet, wenn die Unterhosen auf der Leine hängen

Zum Ende meiner Lehrzeit in München sagte meine damalige Chefin: „Geh in die Schweiz. Da lernst was!“

Recht hatte sie. Ich habe viel gelernt, erlebt, gesehen und erfahren.

War mein Weg geradlinig? Nein. Doch welcher Weg ist das schon.

Habe ich hier Wurzeln geschlagen? Gerade so viele, damit ich solide wachsen kann. Zuhause bin ich dort, wo ich gerade bin. Selbst dann, wenn ich nur mit meinem Rucksack unterwegs bin.

Da ich zu der „Baby-Boomer“ Generation gehöre und mich gemächlich mit der Rente auseinander setze und mich mit dem Schweiz-System schlau mache, werde ich oft gefragt: „Gehst du zurück nach Deutschland?“ meine Antwort: „Keine Ahnung. Das wird sich zeigen“

Planlos, wie an dem Tag vor einer Wanderung werde ich auch dann meinem Gefühl folgen. Und damit komme ich zu dem Thema über das ich eigentlich heute schreiben wollte:

Leseempfehlungen für die Ferien – von Büchern lasse ich mich anhopsen, sobald ich ein Büchergeschäft betrete. Die Mädls in meinem favorisierten Büchergeschäft wissen das und schmunzeln…

sowie: „das Geheimnis des Geigenbauers“ von Evie Woods, „Mai, Juni, Juli“ von Hiltrud Baier

Bis zum nächsten Wochenende sollte es sich ausgeregnet haben und dann freue ich mich zusammen mit meinem Leihhund auf Wanderschaft zu gehen….wohin? Schaug ma mal….

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About Erika

Mein Nachname ist Programm in meinem Leben. Immer in Bewegung, selten still, oft schweigend, mit offenen Augen das Leben und die Welt beobachten. Mit den Gedanken einen Schritt voraus und den Gefühlen einen Schritt hinterher. Immer öfter bewusst im Moment, häufig auf Reisen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit festen Boden unter den Füssen. Liebe die Berge und das Meer, brauche Bäume zum auftanken und das Meer zum loslassen. Was ich dabei erlebe, entdecke und beobachte - darüber schreibe ich.
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2 Responses to Rechnen, schreiben, lesen…

  1. Liebe Erika, dein Beitrag hat mir sehr gefallen, weil er so unaufgeregt von etwas erzählt, das viele Menschen ihr ganzes Leben lang suchen: ein Gefühl von Zugehörigkeit, ohne sich dabei selbst festzunageln.

    „Zuhause bin ich dort, wo ich gerade bin“ – dieser Satz hat für mich viel Weisheit. Vielleicht entstehen die tragfähigsten Wurzeln tatsächlich nicht dort, wo man sich einmauert, sondern dort, wo man beweglich bleibt und trotzdem Verbindung eingeht.

    Und dass du nach 13 Jahren am Walensee erst jetzt das kleine „Wöschhüsli“ entdeckt hast, finde ich fast tröstlich 😉. Offenbar bewahren sich gute Orte absichtlich ein kleines Maß an Heimlichkeit, damit das Leben uns auch nach Jahrzehnten noch überraschen kann.

    Auch die Antwort auf die Frage nach Deutschland gefällt mir: „Das wird sich zeigen.“ Das wirkt viel klüger als jene endgültigen Lebenspläne, die das Leben später ohnehin mit leichter Ironie betrachtet.

    Ich wünsche dir weiterhin genau diese Mischung aus Neugier, Gelassenheit und solidem Wachstum.

    Herzliche Grüße….von Rosie

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    • Avatar von Erika Erika sagt:

      Liebe Rosie deine Wahrnehmungen und Worte sind wunderbar und treffend ergänzend. Herzlichen Dank dafür. In mir ist ein grosser Freigeist, der sich alle Richtungen offen hält – vieles kann, nichts muss. Ausser arbeiten, damit ich können kann😉 Da kommt das Alter und die Erfahrung zum tragen. Und ich glaube, solange wir neugierig und flexibel bleiben, reiten wir die Wellen…..und Zahlen spielen keine Rolle.
      Im Wöschhüsli würdest du 1000 Inspirationen für deine wundervolle Malerei finden, incl. rotem Schmusekater. Liebe Grüsse

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