Mit der Natur

Mit der Natur auf Reisen gehen…..

Und kleine Wichtel entdecken, die mit ihrer roten Zipfelmütze aus verrotteten Baumstümpfen vom Pilzreichtum der Wälder erzählen…

….im Dickicht der verfärbten Heidelbeersträucher ein Gefühl dafür bekommen, wie der Indian Summer für Mäuse aussieht….

den Duft der alten Baumriesen einatmen, die auf Reisen gehen werden und ihre Holzwürmer mit sich nehmen….

das Wachstum und Leben auf totem Holz bewundern.

Gesund und wohl genährt, prächtig geschmückt kehren sie heim und berichten von ihrem Sommertraum auf der Alp – stehen bleiben, bis der Klang ihrer Glocken verhallt ist.

„Es chunnt guet!“ sagt der Herbst und klopft dem Sommer tröstend auf die Schulter,

während der Winter lächelnd von den Bergspitzen herunter winkt.

Alphorntreffen Flumserberg 2019

Den erdenden Tönen der Alphörner lauschen, Gänsehaut bekommen und in der Schönheit des Augenblicks andächtig verweilen, während die Regentropfen leise auf den Schirm fallen und selbst die Enten für einen Moment schweigen.

 

 

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Sommer-Blues

Vom Wind berührt, erklingen die hellen Töne des Windspiels in Nachbars Garten, das keine Notenblätter kennt. Die Melodie klingt noch in meinen Ohren, der Donner des letzten Gewitters…….

Alp Sesvenna / S-charl Unterengadin

Ein intensiver, abwechslungsreicher Sommer springt in den Herbst hinüber. Regenwolken und Nebel schleichen um die Berge herum, denen die Richtung egal ist.

Alp Sesvenna

Viele Wege in den Beinen – alleine, mit Freunden und Familie. Viele Wege, die noch gegangen werden wollen…

Alp Cavloc Maloja

Frischer Ziegenkäse mit sonnenwarmen Tomaten,  Steinpilze in Butter gebraten, blaue Finger vom Heidelbeeren pflücken, eisgekühlter Aperol Spritz um den Tag zu verabschieden….

Seenlandschaft Engadin von Muotta Muragl aus

Mit dem Finger die Wassertemperatur der Bergseen messen….

Lächelnde, schlafende Alpschweine Alp Fursch, Flumserberg

Siesta in der warmen Dachwohnung oder im kühlen Schatten eines Baumes….

Flumserberg

Mit einem traurigen Auge den letzten Schwalben hinterher schauen und das Tempo der Natur anhalten wollen, die zu früh „herbschtelt“.

 

Im Leben und der Zeit zu hause sein.

Herzlichen Dank liebe Sommerzeit für jeden einzelnen Tag.

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Zwei Seiten

Das Wesen, der Charakter eines Menschen offenbart sich einem nicht, während der ersten Begegnung. Das Gefühl entscheidet, wie oft und wie lange man einander begegnet und sich kennenlernen wird.

Landschaften und Bergregionen sind dem ähnlich. Fühle ich mich an einem Ort wohl, besuche ich ihn immer wieder und die Neugierde treibt mich dazu, ihn zu den unterschiedlichen Jahreszeiten zu erleben.

Arvenwald zwischen Chants / Bergün und Keschhütte

In den Bergen sind die gegensätzlichen Kulissen – Sommer und Winter – ein ganz besonderer Reiz.

Porchabellagletscher

Berge werden im Winter, je nach Schneemenge sanfter, weicher fast Feminin, obwohl die Bedrohung durch Lawinen dadurch steigt. Sie glänzen, wie Milliarden Diamanten im grellen Sonnenlicht, der Himmel ist noch blauer und die Stille unvergleichlich.

Im Sommer, an einem warmen Sonnentag, zeigt sich die Bergwelt lebendig, bunt und duftend.

Die Geräusche sind vielfältig, von Kuhglockengebimmel bis hin zum alles übertönenden Rausches des Flusses, der das Schmelzwasser von Schnee und Eis ins Tal trägt.

Ava da Salect

Frei vom Schnee zeigen die Berge ihre Felsen, Kanten und Konturen. Abbrüche und Erdrutsche, ihre steilen und von Blumen übersäten Wiesenhänge und mit etwas Glück, all die Wesen die auf und in ihnen leben.

an Wanderer gewöhnte Murmeli

Jeder erneute Besuch einer Region, Landschaft und eines Berges ist einzigartig. Es wird in der Erscheinung niemals gleich sein und überraschen mit neuen Ausblicken und Eindrücken.

Piz Grialetsch

Menschen sind und können das auch.

Alp Funtauna

Denn alles Lebendige ist der Veränderung unterworfen. Das einzig Beständige im Leben.

Val Susauna

Val Susauna

P. S. Vergangenen Winter sind wir mit den Tourenski von der Keschhütte über den Piz Grialetsch-Übergang bei Schneefall und Nebel. Ich wollte die Berge und das Tal im Sommer sehen. Es ist traumhaft schön.

Wanderung von Bergün / Albula über die Keschhütte Richtung Val Susauna nach Breil / Engadin 6-7 Stunden:

mit dem Wandertaxi bis Chants – bitte vorher reservieren. Von dort führt der Wanderweg westlich dem Fluss entlang. Wir sind den östlichen gelaufen, durch einen wunderschönen Arvenwald. Um die Keschhütte 2600 m.ü.M. blüht es üppig und vielfältig. Über die Alp Funtauna rechts ins Val Susauna bis zum Bahnhof Breil. Alternativ führt auch ein Weg Richtung Davos oder über den Grialetsch oder zur Es-chahütte oder oder….

 

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Saoseo

„SAOSEO“ ein Name, wie ein melancholisches Fado oder der Ruf eines Hirten, der über die Wiesen und Berge weht und die Tiere zurück zum Stall locken soll.

Puschlav

Lagh da Saoseo (2029 m. ü. M.) liegt im Val di Campo, einem Seitental des Puschlavs und gehört zur Gemeinde Poschiavo. Gerne wird er als schönster Bergsee Graubündens bezeichnet und dank der Busverbindung folgen an heissen, sonnigen Tagen viele seinem Ruf.

Lagh da Saoseo

Die Puschlaver Bio-Kräutertee`s geniesse ich seit vielen Jahren, ebenso lange steht der Saoseo-See schon auf meiner Wanderliste.

La Rösa an der Bernina-Passstrasse

Mir bleiben 4 Minuten, um nach meiner Ankunft in Pontresina den Rucksack zu packen, Wanderschuhe anzuziehen, Parkuhr füttern und aufs WC, bevor mich der Bus Richtung Tirano nach La Rösa bringt. Der Wanderweg zieht sich an der westlichen Talseite entlang, bis man auf die Fahrstrasse stösst und zu all jenen, die dem Ruf „Saoseo“ zu Fuss folgen.

Von meiner geplanten Route weiche ich ungewollt ab und werde durch einen traumhaften, wilden Zauberwald geführt. Alte Lärchen und Arven, Felsen, Bachläufe und kleine, verträumte Seen. Herzlichen Dank für diese glückliche Fügung.

Durch die Wärme der Sonne tritt der ätherische Duft der Arven, die in diesem Jahr viele Zapfen tragen, hervor und vermischt sich mit diesem speziellen Bergduft des Herbstes – dessen Ursprung ich noch nicht definieren konnte, aber bisher immer erst im September / Oktober in meiner Nase hatte. All meine Sinne sind vollumfänglich präsent. Zeit und der Ruf verlieren an Bedeutung.

Am Saoseo See ist jeder grössere Stein und halbwegs „liegbare“ Platz besetzt. Dieses wilde Fleckchen Erde mit seinem glasklaren See, der blaugrün schimmert wäre eine perfekte Kulisse für ein melancholisches Fado.

Saoseo See

Stattdessen kündigt der Donner ein Gewitter an, färbt den Himmel Richtung Lagh da Val Viola schwarz und es bleibt mir wenig Zeit, um im Refugio Saoseo SAC Hütte einzukehren. Noch einmal darf ich durch den Zauberwald auf dem östlichen Wanderweg Richtung Sfazu laufen und treffe mit den ersten Regentropfen in meinem Hotel ein.

Am nächsten Tag gehts nach Poschiavo. Auf der Piazza Cappuccino trinken, Kräutertee kaufen, die Nase in die Saponeria Seifenmacherei strecken und das Loch mit sehr würzigem Brot  „Brasciadela“ (Puschlaver  Spezialität) drumherum kaufen und später mit dem Bernina Express zurück nach Pontresina.

Puschlav mit dem Lago di Poschiavo

Palü Gletscher

Fado  = portugiesisch für Schicksal – das es an diesem Tag sehr gut mit mir gemeint hat und ich dem Ruf „Saoseo“ Gehör schenkte und ihm bald wieder lauschen werde. Es gibt noch so viel im Valposchiavo zu entdecken.

Wanderung ab La Rösa zum See ca. 2 Std oder mit dem Kleinbus Val Campo während den Sommermonaten bis zum Refugio ( unbedingt reservieren)

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Nur einen Weg…

Manchmal gibt es nur einen Weg (den Vertrauten und den Neuen) und der führt den Berg hinauf…

Vertrauter Weg zum Seebenalpsee 1620 m ü. M. Flumserberg

Neuer Weg am Palpuognasee 1918 m ü. M. Albula

Hier fragt niemand, wer du bist, was du tust, was du hast…

Blick auf den Walensee

Crap Alv Laiets 2300 m ü. M. Albula

und die Welt liegt dir zu Füssen. Es spielt keine Rolle, wie es dir gerade geht, denn…

der Baum, gegen den du dich lehnst, nimmt dich, wie du bist. Schenkt dir seine Energie, seinen Schatten und lässt dich ruhen.

Der Schmetterling, die Libelle, der Käfer, die Biene – sie alle fliegen an dir vorbei – beachten dich scheinbar kaum und zaubern dir doch ein Lächeln ins Gesicht.

Heusee bei der Seebenalp / Flumserberg

Der Fisch, der aus dem Wasser auftaucht und auf sich aufmerksam macht, reisst dich aus deinen Gedanken zurück in den Moment.

Palpuognasee / Albula

Der See – in seiner Farbe vollkommen, reflektiert er den Himmel, das Licht und ruht in sich selbst – vereint zu einer ewigen Quelle, spiegelt ihr einander in eurer Reinheit, Klarheit und Schönheit.

Fluss Beverin – Val Bever

Ihr lasst es fliessen – ein Abschied von dem was war und ein Gruss an das, was vor euch liegt.

Val Bever / Engadin

Es gibt immer nur einen Weg – deinen!

Blüte der Alpenrosen hat begonnen!

Wanderung Flumserberg – Seebenalpseen: derzeit wird die Gondelbahn Maschgenkamm neu gebaut, daher ist unter der Woche auf diesem Weg häufig Lkw-Verkehr. Nichtsdestotrotz – wunderschön

Wanderung Preda / Albula – Spinas / Val Bever ca. 4 Std. über Palpuognasee Richtung Albulapasshöhe, weiter Richtung Lais digl Crap Alv und Spinas

Am Albulapass muss man den Auto- und Motorradlärm ausblenden. Ab den  Seen ist es herrlich still. In Spinas mit dem Zug wieder zurück nach Preda. Fährt alle 2 Stunden und bitte beachten: „Halt auf Verlangen“- Knopf drücken.

 

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„Der Garten“ Yoga & Geschichten Pfingsten 2019

Komm mit – ich nehme Dich mit in einen Garten. Bist Du bereit?
Alles was Du siehst, ist aus Mutter Erde gewachsen, genährt von ihr und der ewigen Quelle.


Schöner, wilder, ursprünglicher, als Du ihn je zuvor gesehen hast oder es Dir vorstellen könntest.
Zum Wachstum aufgefordert, durch die Energie und Wärme der Sonne.


Alles was Du siehst, riechst und fühlst hat seine Lebenszeit. Einige Gewächse sind in diesem Garten nur für ein paar Wochen, andere überdauern Menschenleben. Die einen noch ganz jung, zart, empfindlich – gerade in den Startlöchern zur Blüte. Die anderen stark, mächtig, widerstandsfähig. Geformt und gezeichnet von der Witterung und den Umständen der Zeiten, die sie überdauert und durchlebt haben. In ihrer Pracht und Fülle den Jahreszeiten unterworfen.


Wohin Du auch schaust, alles ist Schöpfung, alles ist Sein und Vergehen und niemand kann sagen, wann das eine beginnt und wann es endet.
Der Garten hat keine Struktur, keine Ordnung und kein System – und doch, wenn Du Dir Zeit lässt und genau beobachtest, alles hat seinen Sinn und lebt in Symbiose.


Der Garten duftet verführerisch – ein gigantisches Bukett der Vielfältigkeit.
Dir begegnen alle Farben in den unterschiedlichsten Nuancen, die die Natur, das Leben zu erschaffen vermag. Siehst Du den Garten in seiner Buntheit – Reinheit und Fülle?


Deine Füsse berühren den Boden, der weich und satt Dich tragen und halten kann.
Wo auch immer Du Dich niederlassen möchtest, um zu staunen, zu lauschen, Dich auszuruhen oder einfach nur um zu Sein – es ist ein Platz für Dich da, an jedem Ort. Du wirst Dich geborgen und Dich frei jeglicher Gefahr fallen lassen können.


Fühlst Du die Freiheit, die wie ein lauer Sommerwind über die Schöpfung streicht?
Schliess mal Deine Augen, richte Deine Bitte an Deine Gedanken, für einen Moment zu schweigen. So kannst Du der Stille lauschen. Du wirst Geschichten von gestern und morgen zugetragen bekommen, sie verfliegen mit dem Wind. Wenn Du möchtest, schick eine Frage in die Welt und eine Antwort wird folgen – zu ihrer Zeit.


In dem Garten spielt Zeit keine Rolle, keine Bewertungen und Urteile, die die Existenz des einen, gegenüber dem anderen schmälern und die Vergänglichkeit, über die Schönheit des Moments in weite Ferne rückt. Alles ist in seiner Einzigartigkeit und Makellosigkeit vor Dir erschienen und bleibt solange Du es möchtest.
Ahnst Du, wieviel Liebe hineingegeben wurde, um das Leben zu beschenken?


Es ist Deine Schöpfung. Dein Garten. Du pflegst, giesst und verwaltest ihn. Du kannst jederzeit dorthin zurück um Dich zu nähren, zu ruhen, zu finden und zu sein. Und um Deinen Garten neu zu erfinden.
All seine Energie, Schönheit und Liebe trägst Du mit Dir und bereicherst Deine Welt.

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Val S-charl

400 Schafe mit ihren Züchtern und 3 Maremmano-Hütehunde mit dem Alpchef sind bereits längstens unterwegs in ein Tal im Unterengadin,

Val S-charl

während dort die Enziane an diesem wolkenlosen Morgen noch schlafen und sich der Kuckuck im eigenen Ruf verhaspelt und blitzschnelle Drei daraus werden.

Das Schmelzwasser rauscht und donnert die Clemgia hinunter, gespeist von tausenden Zuläufen, die noch einiges zu tun haben werden.

Clemgia

Früh morgens, wenn das Tal langsam erwacht und einen nur die pure, kraftvolle Natur begrüsst und das klare, grelle Sonnenlicht den Schlaf aus den Augen wischt, bin ich Enzian, Kuckuck, Lärche, Arve, Clemgia………dankbar an diesem zauberhaften Ort sein zu dürfen.

Ein unerklärliches Verlangen treibt mich immer wieder an diesen Ort, speziell im Frühjahr und Herbst. Losmarschieren, bevor all die anderen Naturfreunde mit dem ersten Postauto einfallen.

Richtung God da Tamangur

Vertraute Wege gehen und überrascht werden. Nicht wirklich – ich hatte mit Schnee gerechnet. Er war tiefer, als ich dachte.

Einige der vertrauten Baumfreunde in Tamangur hatten gelitten oder wurden komplett entwurzelt.

Der Kuckuck hat mich bis zu meinem Wendepunkt bei der Alp Astras begleitet. Auf dem Rückweg strahlten die Enziane alle Wandersleute an

und die 400 Schafe hatten ihre erste Weide erreicht, während die Hütehunde im Anhänger zur Alp hinauf gefahren wurden, um dort ihren Sommerjob zu übernehmen.

Ich wäre gerne auch Maremmano…..um den Sommer hier oben verbringen zu können…

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Buchempfehlungen

Es ist schon eine sehr lange Weile her, dass ich Buchempfehlungen hier veröffentlicht habe. Völlig unterschiedliche Genre, aber so sind auch meine Wege, die ich gehe….meine Tourenskischuhe sind in den verdienten Ruhestand nach 10 Jahren und meine Wanderschuhe stehen parat und warten auf ihren Einsatz. Zwischenzeit. Zeit zum lesen….

Monika Gruber „Man muss das Kind im Dorf lassen“

Selten habe ich so viel und ausdauernd gelacht. Es erhöht den Spass, die Bayern und ihren Humor etwas zu kennen. Ich mag Monika Gruber und ihre direkte Art sehr und habe mir endlich, nach langer Jagd Karten ergattert im Oktober.

Pema Chödrön „Wie wir unsere Gedanken beruhigen“

Wohltuend. Wenn ich nicht in den Wald oder auf die Berge kann.

Natalie Fergie „Die Nähmaschine“

Viele verschiedene Lebensfäden führen zueinander. Eine schöne Geschichte vor dem Schlafen gehen.

Anthony William „Mediale Medizin“

Medizinisches Grundwissen hilft dieses Buch besser zu verstehen. Ich habe mir meinen Teil daraus heraus genommen.

 

P.S. das ist keine bezahlte Werbung

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Die Vollkommenheit der Unvollkommenheit

„Die Vollkommenheit eines Weges liegt in seiner Unvollkommenheit. Um ihn, einmal begonnen – fortzuführen.“

Bergell – Soglio

Die Wildheit des Bergells, der komprimierte Frühling, die Trägheit eines Feiertags und die Stille eines Tals und die ursprüngliche Energie der Natur und der Berge ziehen mich immer wieder dorthin. Dem Ruf meines Herzens folgend…

2 Paar Beine folgen mir und werden ihre ganz eigenen Erfahrungen machen, auf einem steinigen Weg, der auf und ab führt und herausfordernd in seiner Einfachheit ist.

Ein bis anhin gesperrter Weg, Felssturz im vergangenen Jahr, ist geöffnet und führt uns steil hinauf zu ganz neuen Perspektiven.

Die Zeit fliesst unablässig dahin und die Kräfte schwinden. Das anvisierte Ziel wird verschoben und die einst gemachte Höhe an der nächsten Abzweigung wieder mit vielen Stufen und Kurven verlassen. Ein sicheres, gutes Ankommen aller hat Priorität.

Nicht das Erreichen des Tagesziels führt zur Vollkommenheit und zum Erfolg einer Unternehmung. Es sind die Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse jedes Einzelnen, die er einsammelt und gestärkt, voller Vertrauen und Freude seinen eigenen Weg alleine weiter geht.

Silsersee im Winterkleid

Und mit einem Blick zurück auf den Winter, schauen wir zufrieden und müde nach vorne, und planen die Fortführung der Wanderung.

 

Sentiero Panoramico durchs Bergell

Soglio – Savongo / Italien – Borgonuovo / Italien

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Haute Route Graubünden

4 Tage mit Rucksack und Tourenski unterwegs im unendlichen Weiss der Bündner Berge und der überwältigenden Stille, reduziert auf das Minimum und sich selbst, die Fülle allen Seins erfahren.

Blick auf das Bernina Massiv

Beim Aufstieg zur Es-cha Hütte von Madulain / Engadin, wird der zarte Schatten der Lärchen und Arven an diesem warmen Frühlingstag dankbar angenommen.

Abendstimmung Es-cha Hütte 2593 m. ü. M.

Kein Handyempfang, keine Ablenkung und sich eine ganz lange Weile langweilen und die Bergwelt bewundern, während der eiskalte Wind um die Hütte bläst und in der warmen Gaststube (der einzige warme Ort) das Abendessen von allen herbeigesehnt wird.

Aufstieg zur Porta d`Es-cha

Mein Equipment wurde um Eispickel und Steigeisen erweitert. Der Aufstieg, über die Porta mit Hilfe der darin befestigten Kette, war an diesem Morgen ohne weitere Hilfsmittel möglich.

Über den Porchabellagletscher zur Keschhütte.

 

Starke Windböen blasen uns über den Gletscher hinein in die moderne Keschhütte.

Aussicht auf den Piz Kesch von der Keschhütte 2627 m. ü. M.

 

Der Wetterbericht versprach Sonne Wolken. Nach einer Stunde waren wir im Schneetreiben.

auf dem Weg zur Grialetschhütte

6 Menschen, die den gleichen Weg vor sich haben und sich nicht kennen, rücken zusammen und in der Gemeinschaft wird mit GPS, Kompass, Karten, Instinkt und Glück der Weg zum Übergang zur Grialetschhütte gesucht und gefunden. Bergkameradschaft in Vollendung.

Abfahrt durch frischen Pulverschnee zur Grialetschhütte

Für die Abfahrt zeigt sich die Sonne. 15 Minuten pulverisiertes Glück und ein Strahlen in allen Gesichtern. Vergessen – all die Widrigkeiten zuvor.

Grialetschhütte 2540 m. ü. M.

4 Tage Skihochtouren – 3 unterschiedliche SAC-Hütten – 4 Tage kaltes Wasser für minimalistische Grundreinigung, schlafen mit Mütze und doppelten Schichten, 2 paar Socken, die trocknen können, Innenskischuh behält seine Grundfeuchtigkeit, Düfte – die man nicht riechen möchte, unterschiedliche Menschen – die eines gemeinsam haben: die Liebe zu den Bergen und zur Bewegung auf Skiern

Aussicht von der Grialetschhütte

4 Tage kein Gedanke an den Alltag, keine Sorgen, keine Zukunft, keine Vergangenheit – nur der Moment

Auf dem Weg Richtung Flüelapass / Davos

4 Tage ganz bei sich sein, konzentriert und still, überwältigt, durchatmet vom Kopf bis zur Zeh, erfüllt, zufrieden, unendlich dankbar für diese Erfahrung.

Inmitten der unberührten Bergwelt allein mit allem Einssein.

Ohne Gegenverkehr auf dem Flüelapass Richtung Davos laufen

Ankommen – erschöpft – durchschwitzt – erleichtert

glücklich….voll Ehrfurcht und Dankbarkeit für all jene, die an unserer Seite waren, die Schutzengel und das Glück und das Vertrauen, den Mut und die Zuversicht, um diesen Weg zu gehen.

„Willst du dich deiner wahren Grösse nähern,

nimm deine Angst an, rüste dich mit einem guten Gefühl im Bauch,

stelle dich den Herausforderungen und wachse über dich hinaus.“

Infos:

http://www.hauteroute-graubuenden.ch

Madulain 1742 m. ü. M. – Es-chahütte SAC ca. 2 1/2 Std.

Es-chahütte – Porta d`Es-cha 3008 m. ü. M.- Keschhütte SAC ca. 3 Std.

Keschhütte – Val Funtauna – Fuorcla Vallorgia 2962 m. ü. M. – Grialetschhütte SAC             6 1/2 Std.

Grialetschhütte – Fuorcla Radont 2785 m. ü. M. – Flüelapass 2300 m. ü. M. – Richtung Davos Restaurant Tschuggen ca. 6 Std. von dort mit Taxi oder Mitfahrgelegenheit zum Bahnhof Davos

Zur Haute-Route Graubünden gehört noch die Jenatschhütte ab Julierpass – das wird nachgeholt.

 

 

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