Treffen sich 2 Starke

Treffen 2 Starke aufeinander, verliert und gewinnt einer. Sie können keine Symbiose bilden – zu verschieden ihre Aufgabe und ihre Erscheinung.

Lauferei – der Winter zieht sich zurück

Das Gefühl, die Augen auf dem endlosen weiss ruhen lassen zu können, die weite Stille noch im Ohr im Rhythmus mit dem Herzschlag  und die grosse Glückseligkeit des leichten Getragenseins, sind noch sehr präsent. Ungezählte Stunden und Momente allein und in Gesellschaft, die Spuren hinterlassen haben und auch wieder verschwunden sind.

Lauferei – hier begann und endet mein Winter

Inmitten der tief verschneiten Bergriesen und ihrer unvergleichlichen Schönheit, eingebettet und umhüllt, sich seines reichen Lebens und gesunden Körpers bewusst sein.

Lauferei – Spitzmeilen Flumserberg

Dankbar für diesen unglaublichen Winter mit all seinen Facetten, den gigantischen Schneemassen und den neuen Skitourenentdeckungen, verabschiede ich mich von ihm. Er hat mich reich beschenkt, unfallfrei zu Hause ankommen lassen und mich gelehrt, dass es immer eine Route gibt, die sicherer – einsamer und sonniger ist, sofern ich spontan und flexibel bleibe.

Treffen 2 Gefühle aufeinander, eines ist traurig und das andere lacht…nennt es sich emotionales Chaos inmitten der mächtigen Energie des Frühlings.

Lauferei – Winter und Frühling

Der Frühling erobert die Welt – dort draussen vor meiner Haustür und in meinem Herzen, mit all seiner Lebendigkeit und Farbenvielfalt.

Bis mein Apfelbäumchen an seinem neuen Platz Früchte trägt, werden viele Schritte auf unserem Weg hinter uns liegen. Ich bedanke mich von Herzen für deine Begleitung durch den Winter und wünsche dir einen kraftvollen, bunten Weg durch den Frühling…bis auf bald mit Wanderschuhen…

Erika

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Am Anfang war nur ein Wort…

Am Anfang war nur ein Wort, das immer wieder auftauchte…der Name einer kleinen Ortschaft…Tschiertschen / Graubünden.

Ich folge der leisen inneren Stimme, die niemals lügt, niemals betrügt und geduldig in stillen Momenten zu mir spricht.

Eine vermeintlich sichere Skitour (Lawinensituation) in einer Welt in der es keine Sicherheit gibt, war schnell gefunden.

Wir fahren durch den verwinkelten Ort, hin zu der Einstiegsstelle um in das Urdental und rauf auf die Tschingla zu laufen.

Lauferei – Weg ins Urdental

Wie von einer unsichtbaren Schnur gezogen, folgen wir dem Weg durch den Wald voller Vertrauen, frei jeder Erwartung…

Lauferei

…bis sich die noch immer tief verschneite Bergwelt von Arosa und Lenzerheide zeigt. Kein Mensch, kein Wind, warme Frühlingssonne und Stille, zufriedener tiefer Atem, der das Leben aufsaugt.

Lauferei – Parpaner Schwarzhorn Lenzerheide

Imposant, fast unberührt und magisch liegen sie da, die Berge, die von der jeweils anderen Seite durch Bergbahnen und Menschenmassen an diesem Wochenende belebt werden.

Lauferei – Tschingla (2449 m)

Unter der Sonne wird der Schnee weich, weiter oben hat er eine harte Kruste gebildet und wird dadurch zum Abfahrts-Alptraum.

Lauferei

Alles hat 2 Seiten und am Ziel angekommen, offenbart sich eine ganz neue Perspektive und Alternative. Eine Abfahrt mit Pulverschnee und Sulz – und nur 2 Spuren, die uns die Richtung weisen.

Lauferei – eine meiner schönsten Skitouren

Nimmt dich das Leben liebevoll an der Hand und flüstert dir leise die Richtung zu, wird es immer der Beste Weg für dich sein, dem du vertrauensvoll und mutig folgen kannst.

Herzlichen Dank für einen perfekten Tag.

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Ein Wintermärchen

Es war einmal ein Traum….

Skiferien in einem kleinem Haus abseits des Dorfes…

Lauferei – Waldhaus

mit einer Kutsche, die mich den Berg hoch bringt…

und einem Prinzen, der tapfer gegen Skischuhe kämpft…

….unerschrocken die ungewöhnlichsten Winkel erforscht…

…immer hilfsbereit zur Stelle ist…

Lauferei – Pflege-Katze Max beim Felle abziehen

in der tief verschneiten Bergwelt Stille und Geborgenheit finden…

….dem Gefühl folgen und im Tag verschwinden…

…Freunde treffen. Zeit füreinander haben.

Lauferei – Hornberg Saanenland

….im Farbenrausch der Natur baden …

Lauferei – blaue Stunde

Lauferei – Abschied vom Tag

Lauferei – Sonnenfeuer

….das Herz öffnen und die Erfüllung leben…

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Halbzeit, um Danke zu sagen…

…für die vielen Schneeschichten, die Mauern in den Himmel wachsen und mich darauf stehen lassen….

…für all die vielen, neuen Bilder von Landschaften. Auch wenn sie oftmals farblos erscheinen, sind sie voll Glitzer und Faszination…

Lauferei – Hochtal Bargis oberhalb Flims Laax Graubünden

…für jeden Weg, der scheinbar nur eine Richtung kennt und dennoch eine Abzweigung auftauchen lässt…

Lauferei – Grosshorn Avers

…für die hinterlassenen Spuren in einer einzigartigen Welt…

Lauferei – kleines, feines Skigebiet Juf / Avers

…für die zufriedenen, Sonnengewärmten und friedlichen Ausblicke…

Lauferei – Skitour begleitet von Arven in Avers

…für die Kraft und Ausdauer meinen liebsten Bäumen, weit oben zuwinken zu dürfen…

Lauferei – Averser Tal gen Westen

…für das Licht und den Schatten…

Lauferei – Schneemeer und Wellen vom Wind gezaubert Flumserberge

…für den Gegenwind, der mich die Richtung hat ändern lassen…

Lauferei – Schlittenhunde am Flumserberg

…für all die sympathischen Begegnungen mit 2 und 4-Beinern…

…herzlichen Dank für einen wunderschönen, schneereichen Winter und es ist erst Halbzeit.

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So wie du bist…

Zum 1. Mal darf ich dich so, wie du auch sein kannst sehen.  Tief verschneit. Frostig kalt.

Lauferei – Val Müstair Graubünden

Ich erkenne dich, unter deinem dicken Winterkleid, fühle die Vertrautheit,

Lauferei

deine Energie. Selbst jetzt, während deiner Winterruhe.

Lauferei – Skigebiet Minschuns

Lausche dem Frieden, bewundere deine Sanftheit, die der leise gefallene Schnee über dich gelegt hat.

Lauferei – Val Müstair

In der frostigen Januarluft stehst du vor mir, in all deiner Stärke und Pracht. Der Winter verändert dich nicht. Du bist Ruhepol und Orientierungspunkt auf meinem Weg ins Unbekannte.

Lauferei – Arve

Du gibst mir so viel und ich nehme es dankend mit.

Lauferei – Schlittel- und Wanderweg von der Alp Champatsch nach Lü

Der Abschied ist immer auch ein Blick zurück. Und ich komme wieder…denn du wirst da sein, so wie du bist.

Lauferei – Val Müstair Minschuns

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Bergbegegnungen

2 Berge werden sich niemals begegnen. 2 Menschen in den Bergen schon. Auf den Wegen zwischen Berg und Tal, auf Wiesen und in Wäldern oder in einer Gaststätte oder Grotto.

Lauferei – Tannenhäher

In seinem viel zu grossen, schlapprigen Mantel sah er ungepflegt neben seinem Kumpel aus. Der 3-Tages-Bart, die Haare vom Wind in sämtliche Richtungen geblasen und das Gesicht mit den Spuren eines intensiv, gelebten Lebens machen ihn vermutlich älter, als er tatsächlich ist.

Lauferei – Hotel Schatzalp Davos

Sein Kumpel, in einem ordentlich gebügeltem Hemd mit Strickjacke, frisch rasiert, gekämmt, glattem rundem Gesicht und wachen Augen erscheint jünger.

Ersterer hat sein Rotweinglas zügig geleert und kaum etwas von den Antipasti gegessen, während ich auf meine Gnocchi warte. Er zieht eine Mundharmonika aus seiner übergrossen Manteltasche und bläst ein paar Töne auf ihr. Steckt sie verlegen wieder weg.

“Spiel uns doch ein Lied“ bitte ich ihn. „ Ich kann nicht spielen.“

“Ah! Du hast sie nur für alle Fälle dabei?“

Lauferei – Hotel Schatzalp Davos

Nachdem ich meine wunderbaren, frischen Gnocchis gegessen habe, steht plötzlich eine kleine Glocke für Ziegen auf dem Tisch. Hergestellt 1838.

“Was hast du damit vor?“ frage ich und wundere mich, was er noch alles aus seinem Mantel hervorzaubert. „Ach, nur so.“

“Du hast eine Mundharmonika dabei, auf der du nicht spielen kannst und eine alte Glocke für Geissen und keine Geiss“

Sein Kumpel daneben lacht verschmitzt: „Er sammelt gerne alte Sachen und junge Frauen. Sein ganzes Haus ist voll mit alten Sachen.“ Auf meine Frage, ob er Antiquitätenhändler sei, bekomme ich von ihm keine Antwort. Sein Kumpel meint nur: „Er ist ein Lebenskünstler“

Lauferei – Bar und Lounge im Hotel Schatzalp Davos

Spät am Abend zuhause klingelt mein Telefon. Der Lebenskünstler mit den gefüllten Manteltaschen hat nur anhand meines Vornamens und meines Wohnortes meine Nummer ausfindig gemacht. Er hätte sich in mich verliebt und ich könne in seinem Haus wohnen. Ich müsste mich nicht um ihn kümmern, er hätte Spitex (Pflegedienst).

Ein riesengrosser Schlawiner, der mir noch heute ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Sein Kumpel war 80.

2 Berge werden einander niemals begegnen, aber sich auch nicht verlieben. 2 Menschen in den Bergen schon, sofern halbwegs der Jahrgang übereinstimmt.

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Winterpelz

Mit weissem Pelz überzieht der Winter die Landschaft.

Meine Seele badet im Schnee, mein Körper lässt sich mühelos und leicht von Milliarden Kristallen tragen,

Lauferei – frisch verschneite Winterwelt

ohne zu fragen: „Was soll ich tun?“. Zuverlässig schlägt mein Herz, ohne Zweifel an seinem Sinn,

öffnen sich meine Lungen, ohne zu hinterfragen, ob es reicht.

Kein Platz für Gedanken. Kein Raum für Sorgenfalten.

Lauferei

Es ist so unvergleichlich schön, magisch still, wie es nur im Winter möglich sein kann.

Die Zeit bleibt für einen Moment stehen.

Nichts muss sich ändern, nichts hinzugenommen werden, nicht der geringste Makel in diesem einem Moment.

Einfach nur sein in der weissen Winterwelt, wohlig umhüllt vom kühlen, glitzernden Pelz.

 

Viele solcher Momente wünsche ich dir und deiner Familie für die Festtage und das neue Jahr. Lass es dir gut gehen und geniesse die Geschenke des Lebens.

Auf bald….Erika

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Hereinspaziert….

Trete ein….

Lauferei

durch das Tor der alten, weisen Baumriesen im frisch verschneiten Winterkleid. Sie lassen dich ein in ihre Welt der Stille, des Friedens und ihren Geschichten von langen, kalten Wintertagen.

Lauferei – Flumserberge 27. November 2017

Verstummt sind deine Geschichten von gestern und morgen. Du fühlst die Kälte in deiner Lunge und im Gesicht. Jede deiner Zellen ist belebt und geklärt.

Mit jedem Schritt, den du in ihre Welt eintauchst, fallen deine Gefühle von dir ab und versinken im Schnee. Eiskristalle funkelnd in der Sonne.

Lauferei

Deine Tränen trocknet der Wind, dein Lachen lässt Schnee von den Zweigen fallen und deine Lebensfreude hinterlässt Spuren in der Unberührtheit.

Lauferei 18. November 2017 ein Traum-Wintertag

Deine Schritte und dein Herzschlag sind der Rythmus, die Natur dein Orchester und ihr spielt zusammen eure Melodie.

Lauferei – Flumserberge

 

Lauschst den Geschichten der alten, weisen Baumriesen, die sie dir leise ins Ohr flüstern….

 

…und kehrst zurück ins Tal…um wieder zu kommen.

 

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20 Minuten länger

Du hörst nichts mehr und deine Augen sind trüb geworden.

Um von dir begrüsst zu werden, muss ich dich anschubsen und sobald du realisierst, wer da ist, freust du dich mich zu sehen, wie all die vielen Tage zuvor.

Lauferei – mein Leihhund-Opa Ludi

Ich weiss, wie sehr du den Schnee liebst. Doch an dem Ort, an dem du lebst, liegt keiner mehr. Spontan rufe ich an und hole dich ab.

Sehr oft habe ich dich enttäuscht und konnte dich nicht mitnehmen. Als ich vor dir stehe, traust du mir nicht und schaust an mir vorbei.

Ich hake deine Leine bei dir ein und wir verlassen das Haus. Und jetzt, sehe ich den aktiven Hund, der du einmal warst und springst freudig vor mir her zum Auto. Gemeinsam fahren wir an einen Ort mit Schnee, an dem wir schon oft waren…im Sommer zum Baden und im Winter, um den Schneebällen hinterher zu laufen.

Lauferei – Lenzerheide

Für die Seerunde benötigen wir mindestens 20 Minuten länger, als jemals zuvor. Du bist ein Opa geworden, trottest langsam hinter mir her und dennoch blitzt ein-, zweimal eine Erinnerung in dir auf und du beginnst durch den Schnee zu rennen und schaust mich an, als würdest du sagen „Komm schon lahme Ente. Schneller!“.

Nur ein paar Minuten….dann trottest du wieder hinter mir her….

Lauferei – Pause in Guarda Val – Sporz – Lenzerheide

Vielleicht war dies unsere letzte gemeinsame Runde um den See….vielleicht brauchen wir beim nächsten Mal 30 Minuten länger…es war und ist immer eine Freude mit dir unterwegs zu sein.

 

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Ende und Anfang

Nichts bewegt sich, nichts verändert sich und alles ist im Wandel.

Lauferei – Laj da Staz bei St. Moritz Engadin

Die Bergwelt zeigt dir in der Kargheit, wieviel leben im Moment existiert, auch wenn sie ruht. Sie öffnet deine Sinne, deinen Geist, deine Seele und dein Herz, lässt dich selbst in deinem Wesen erleben und neu erfahren.

Lauferei

In der Stille und Klarheit Frieden finden und aus einem tiefen Impuls heraus entscheiden, welchen Weg du nimmst, ohne konkretes Ziel, einfach gehen und annehmen, was sich zeigt…

Lauferei – Blick auf den Silser See von Muott d`Otta

Ein letzter Blick zurück auf eine wunderbare Wanderzeit, die niemals endet…nur die Schuhe werden gewechselt.

Herzlichen Dank für deine ausdauernde Bereitschaft und Freude, mit mir durch die Bergwelt zu wandern und sie zu entdecken. Vieles durfte ich dieses Jahr sehen und erleben, und so vieles wartet noch dort draussen entdeckt zu werden. Meinen Wanderschuhen gönne ich eine Pause und die Skischuhe stehen parat.

Auf bald…in den Bergen

liebe Grüsse

Erika

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