Coming out

In einer Dachwohnung im 2. Stock zu leben hat viele Vorteile: im Winter erfrischend kühl, im Hochsommer kuschlig warm, dank Dachfenster dem Himmel sehr nah und da ich mein Holz für den Specksteinofen hochtragen darf, bleiben die Wadl`n stramm.

Während der vergangenen Woche hat meine Wohnung mindestens 4 Stresspickel und unzählige Adrenalinausstösse bei mir ausgelöst. Und mich mit durchaus fragwürdigen Verhalten von mir konfrontiert.

Seefest, schwindelfrei und immer in den Bergen und Wäldern unterwegs – sehr oft alleine – mit einem gesunden Mass an Angst ausgestattet, wird ein kleiner Raum meiner Wohnung zum Psychotest. Ich klopfe an der Tür an und betrete den Raum nur mit dem Staubsauger bewaffnet – damit sie mich hören – meine kleinen Mitbewohner. Über mich selbst wundernd und lachend, gleichzeitig mit Schwammerl in die Knie hole ich den Rucksack oder Waschmittel aus dem Raum und kontrolliere, was sich über Nacht getan hat.

Lauferei – Untermieter

Zwei habe ich bereits gefangen und ich hoffe inständig, dass das Pärchen an einem anderen Ort, weit weg von meiner Wohnung ein neues Leben beginnt.

Es gruselt mich ganz furchtbar….

Über Erika

Mein Nachname ist Programm in meinem Leben. Immer in Bewegung, selten still, oft schweigend, mit offenen Augen das Leben und die Welt beobachten. Mit den Gedanken einen Schritt voraus und den Gefühlen einen Schritt hinterher. Immer öfter bewusst im Moment, häufig auf Reisen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit festen Boden unter den Füssen. Liebe die Berge und das Meer, brauche Bäume zum auftanken und das Meer zum loslassen. Was ich dabei erlebe, entdecke und beobachte - darüber schreibe ich.
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35 Antworten zu Coming out

  1. speedhiking schreibt:

    Die Verwendung einer Lebendfalle ehrt Sie! Gutes Gelingen weiterhin 🙂

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  2. Ulli schreibt:

    Ich hab die Kleinen auch nicht so gerne in der Stube, bringe sie dann mindestens 3km weit weg und habe meine Freude, wenn sie begreifen, dass sie heraus dürfen und wegspringen..
    mögen es nur zwei gewesen sein!
    herzlichst
    Ulli

    Gefällt 3 Personen

  3. Struppi-2009 schreibt:

    Eine Lebendfalle einzusetzen und die Tierchen an einem anderen Naturgebiet auszusetzen gefällt mir. Mäuse sollen auch ihre Freude am Leben haben.
    Schönen Sonntag wünsche ich Dir.
    LG Traudl

    Gefällt 2 Personen

  4. Struppi-2009 schreibt:

    ups, mein Kommi ist weg. Bin ich in der Spam-Falle eingesperrt?

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  5. Flohnmobil schreibt:

    DAS bräuchte ich auch nicht.
    Letzthin auf dem Sitzplatz, es war schon dunkel, sah mein Besuch ein Mäuschen zuerst eine 1 m hohe Wand runter und dann quer über mein Revier huschen. Der Gedanke, dass sich dieser Nager zu mir in die Wohnung verirrt, lässt mich ziemlich schaudern.
    Ich hoffe, du hast das Problem gelöst.
    Grüessli
    Bea

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    • Erika schreibt:

      Liebe Bea, das hoffe ich auch sehr! Allerdings wird es ne Weile dauern, bis ich mich wieder halbwegs „normal“ in diesem kleinen Raum bewegen werde. Mich wunderts auch, weshalb es die Mäuse jetzt schon in die Häuser zieht. Meine Nachbarin hat auch schon 2 gefangen. Wir gründen eine „Mäuse-Selbsthilfe-Gruppe“

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  6. Arno von Rosen schreibt:

    Liebe Erika, von hier aus sieht die Maus sehr niedlich aus und ich hätte sofort meine Kamera gezückt, doch in den eigenen vier Wänden hätte bei mir Schockstarre eingesetzt 😀 Hab einen wundervollen Sonntag 🙂

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  7. Petra Venners schreibt:

    Hallo Erika,
    die Kleine sieht richtig hübsch aus, aber in der Wohnung hätte ich sie nicht gerne.
    Es ist aber toll, das sie an einem anderen Platz umziehen wird.
    Hoffentlich bist Du jetzt alle los ?

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  8. sylviawaldfrau schreibt:

    Meine Katzen bringen ab und an ihr Lebendfutter stolz ins Haus getragen. Meist fange ich die verschüchterten Mäuse von Hand und trage sie in den Garten. Ich finde sie niedlich und ich freue mich über jede gerettete 🙂 Schön, dass du eine solche Falle hast und die Mäuse ein neues Leben beginnen können.

    Gefällt 4 Personen

  9. Erika Kind schreibt:

    Wir haben in den Zwischenstreben der Rollläden während des Winters oft Spitzmäuse. Grundsätzlich sind sie draussen, aber manchmal finden sie doch den Weg ins Haus. Sind ja so süss und wir fangen sie auch immer lebend. Aber sei gehören halt nach draussen.

    Gefällt 1 Person

  10. meinesichtderwelt schreibt:

    Hatte ja letztes Jahr viel Kontakt mit Nagern, schön, wenn die freiwillig ausziehen – kann deine Ängste recht gut verstehen. Kopf hoch!!!

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  11. Vegan & Heimatlos schreibt:

    W-o-w! Also, da fehlen mir beinahe die Worte… Ich Frage mich gerade ob ich selber schreiend weg gelaufen wäre oder Flick und Flack als neue Familien-Mitglieder begrüßt hätte… Ich weiß es nicht. Doch ich weiß, im Dachgeschoss leben meist besonders sympathische Menschen. Solche, bei denen man gerne einzieht, die Lebend- Fallen benutzen… oder die auf Wochenmärkten arbeiten. 😉
    …Ich schätze, ich hätte doch die Feuerwehr gerufen! Bewundernswert, Erika, dass du das selbst in die Hand genommen hast.
    Frisch geduschte Grüße,
    Jenny 🐭

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    • Erika schreibt:

      Danke liebe Jenny. Dann hast du auch noch kuschlige 27 C. in deiner Wohnung.
      Solche Untermieter sind eine Herausforderung, der besonderen Art. Schöne Woche und viel Freude auf dem Markt in seiner Hülle und Fülle.

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  12. alltagschrott.ch schreibt:

    Oh, weia. Viel Glück 💥
    Herzlich. Priska

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  13. marliesgierls schreibt:

    Liebe Erika, schön dass Du sie lebend evakuiert hast, trotz Deiner Angst, die ich zugegebener Weise nicht so nachvollziehen kann. Aber im Haus haben sie nichts zu suchen, da bin ich ganz Deiner Meinung und da muss man schnell handeln, damit es nicht zu viele werden. Auf unserem Hof hatten sie sich vom Heuboden einen Weg in die Speisekammer verschafft, das war die Katastrophe, wobei auch die Katzen die Mäuse eher importierten als sie fern zu halten. Bis jetzt bin ich nun Mäuse- und Rattenfrei und hoffe, dass es so bleibt.
    Lieben Gruß Marlies

    Gefällt 2 Personen

  14. Wollwesen schreibt:

    Hallo liebe Erika,
    tja, zu einer Katze kann ich Dir dabei nicht wirklich raten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man dadurch eigentlich mehr als weniger Mäuse im Haus hat 😉 ! (wobei unser Herr Kater es inzwischen wohl vorgezogen hat, woanders zu leben – er ist seit Pfingsten verschwunden.)
    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Mäuse-los-werden (und kann es mir natürlich nicht verkneifen, auf ihre wunderschönen Mäusegesichter hinzuweisen…)!

    Liebe Grüße
    von
    Helga

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    • Erika schreibt:

      Sie sind schon niedlich. Aber nicht in meiner Nähe😝Und mit einer Katze darf man dann Halbtote oder die Überreste einsammeln. Gruselig. im Moment ist keine mehr da und ich hoffe sehr sehr, das bleibt so.
      Schönes Wochenende liebe Helga

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  15. wholelottarosie schreibt:

    Meine Kindheit habe ich auf einem Bauernhof verbracht. Mäuschen waren da ganz normal und immer vorhanden.
    Meine kleine Schwester und ich versuchten immer, sie mit Hafterflocken anzulocken, da wir gerne einen Zirkus gründen und ihnen tolle Kunststücke beibringen wollten.
    Nun, dazu ist es leider nicht gekommen, sie waren einfach zu flink und/oder zu schlau für uns.
    Als ich zehn Jahre alt war, zogen wir um und Mäuse gab es dann nur noch selten.

    Gefällt 1 Person

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