Eins sein

Ein kleines Stück uneingeschränkte Freiheit,

Lauferei – der Morgen kommt über den Berg

einen Raum, der nur einem selbst gehört inmitten der unendlichen Weite.

Lauferei – Val S-charl

Einen Raum, in dem Pflicht, Verantwortung und Müssen ausgesperrt werden.

In dem die Worte verhallen,

Lauferei – Arven-Kindergarten

das Herz zur Ruhe kommt,

Lauferei – verfallene Alp Tamangur

die Bewegung des Körpers, die einzige Anstrengung ist

Lauferei – God da Tamangur

und sich dieses wohlige, zarte Gefühl des Einssein breit macht.

Lauferei

So gerne ich in Gesellschaft wandere, so gerne bin ich alleine unterwegs und höre nur auf mein Gefühl und meine Wünsche.

Lauferei

Starte früh morgens, wenn die Kühle der Nacht noch auf den Wiesen liegt und das klare Licht die Konturen verschwinden lassen.

Lauferei

Sehe Rehe im Wald mit ihrem Nachwuchs und darf sie einige Sekunden länger bewundern, bevor sie im Dickicht verschwinden. Beobachte ein Eichhörnchen auf seinem Spaziergang über die alten Baumriesen.

Lauferei

Setz mich nieder und bleibe….

Lauferei

fühle die warme Sonne auf der Haut und bereits den Herbst im Rücken.

Lauferei – es herbschtelt oberhalb von 1800 m ü. M.

Die kleine, uneingeschränkte Freiheit, die nehm ich mir und gehe meinen Weg in meinem Tempo und auf meine Weise.

Lauferei

und nehme die Früchte des Sommers mit nach Hause.

Lauferei – harzige, wohlriechende Arvenzapfen

Über Erika

Mein Nachname ist Programm in meinem Leben. Immer in Bewegung, selten still, oft schweigend, mit offenen Augen das Leben und die Welt beobachten. Mit den Gedanken einen Schritt voraus und den Gefühlen einen Schritt hinterher. Immer öfter bewusst im Moment, häufig auf Reisen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit festen Boden unter den Füssen. Liebe die Berge und das Meer, brauche Bäume zum auftanken und das Meer zum loslassen. Was ich dabei erlebe, entdecke und beobachte - darüber schreibe ich.
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31 Antworten zu Eins sein

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Die Früchte des Sommers? Hast du die Kuh entführt? 😀 Sehr schöne Bilder liebe Erika 🙂

    Gefällt 3 Personen

  2. sylviawaldfrau schreibt:

    Das kann ich so gut nachvollziehen 🙂 auch ich bin gerne alleine unterwegs, das ist fast wie Meditation für mich. Liebevolle Grüße, Sylvia

    Gefällt 3 Personen

  3. Struppi-2009 schreibt:

    wunderschön wie Du Deinen Weg beschrieben hast.

    Gefällt 2 Personen

  4. Erika Kind schreibt:

    So schön! Könnt’s doch immer Sommer bleiben…. seufz…

    Gefällt 2 Personen

  5. Vegan & Heimatlos schreibt:

    Wunderschöne Fotos liebe Erika…
    Mit dir wäre ich sehr gern mal gemeinsam einsam.😃
    Man kann die klare Luft beinahe riechen.
    Liebe Grüße. 👋

    Gefällt 2 Personen

  6. Heidrun Regina schreibt:

    Es ist sehr schön, nachträglich in deinen Wanderweg und deine feinen Gedanken einzutauchen. Danke!

    Gefällt 2 Personen

  7. finbarsgift schreibt:

    Hab bei deinen Bildern an die Wand von Marlen Haushofer gedacht…
    Liebe Grüße vom Lu

    Gefällt 1 Person

    • Erika schreibt:

      Lieber Lu, wer und was ist das?

      Gefällt 1 Person

      • finbarsgift schreibt:

        Das war ein österreichische Schriftstellerin und Die Wand ist ihr bekanntestes Buch 🌟
        Liebe Morgengrüße vom Lu

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      • Erika schreibt:

        Danke dir. Da geh ich mal reinlesen….

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      • wholelottarosie schreibt:

        „Die Wand“…das Buch von Marlen Haushofer habe ich vor Jahren gelesen und später dann auch den Film angeschaut.
        Ich fand das Thema unglaublich faszinierend und habe immer wieder darüber nachgedacht.
        Das Beispiel einer Frau, die durch eine ganz plötzlich auftgetauchte, undurchdringliche „gläserne Wand“ vollkommen isoliert wird und dann versucht, in der naturgewaltigen Bergwelt mühsam zu überleben.
        Ja, du hast recht, liebe Lu, die stimmmungsvollen Fotos und Texte von Erika erinnern an Sequenzen aus dem Buch oder dem Film.
        Ich denke, die im Buch angedeuteten Grenzerfahrungen und Selbsterkenntnisse erlangt man, wenn man, wie dort beschrieben, zu einer gewissen Distanzierung oder in Einsamkeit gegenüber dem bisherigen ganz alltäglichen Wahnsinn geht.
        Interessant ist, dass das Buch endet, ohne dass wir erfahren, wie der Überlebenskampf ausgegangen ist.
        Dagegen ist unsere Erika glücklicherweise wieder gesund und glücklich zu Hause angekommen. 🙂
        Liebe Grüße von Rosie
        Eins noch:
        Ein Zitat von Marlen Haushofer, das ich mir eine Zeitlang an meine Wand gepinnt hatte:
        „Einer, der rennt, kann nicht schauen.“

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      • Erika schreibt:

        Das muss ein sehr interessantes Buch sein, das ich lesen sollte oder besser, den Film sehen.
        Und ja, ich schlage alle Wanderzeitangaben, weil ich am schauen bin….danke liebe Rosie für deine Buchbeschreibung. Herzliche Grüsse

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      • wholelottarosie schreibt:

        Ich hatte schon vor vielen, vielen Jahren das Buch gelesen und als der Film erschien, mir diesen neugierig im Kino angeschaut.
        Ich kann beides sehr empfehlen.
        Es verändert den Blick auf so einiges und man denkt über vieles nach.

        Gefällt 1 Person

  8. Sehr schöne Stimmungsbilder! Das Gefühl den Herbst im Rücken zu spüren gefällt mir besonders gut. Er ist meine Lieblingsjahreszeit 🍁☀️…..Liebe Grüße 🙂

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  9. Ruhrköpfe schreibt:

    so schön, hach 🙂

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  10. wholelottarosie schreibt:

    Hach….
    …ein Platz, an dem man zur Ruhe kommen und man ganz selbst sein kann, ein Ort, an dem man atmen und schauen oder die Augen schließen kann, ein Ort, an dem Druck, Pflicht, Verantwortung und Müssen ausgesperrt werden.
    Ein Lieblingsplatz.

    Gefällt 2 Personen

  11. marliesgierls schreibt:

    Es war wieder so schön mit Dir, auch wenn Du mich nicht bemerkt hast!
    Lieben Gruß Marlies

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  12. Fotohabitate schreibt:

    Diese Freiheit nehme ich mir auch immer wieder, am besten jeden Tag! Danke für’s Mitnehmen!

    Gefällt 1 Person

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