Schlechtes Gewissen

mich plagt mein schlechtes Gewissen oder besser, ich schäme mich. In der zweiten Nacht im Piemont wurde ich in meinem Zimmer durch merkwürdige Geräusche aus dem Halbschlaf geweckt. Im ersten Moment dachte ich, es sei eine Maus im Zimmer. Ich suchte alles ab, schaltete das Licht wieder aus, und da war das Geräusch wieder. Licht wieder an, nochmals kontrollieren, nichts. Licht aus. Ich dachte schon ich hätte Halluzinationen. Wieder das Geräusch, diesmal noch lauter. Licht an. Leicht genervt und inzwischen hell wach.

Auf meiner Bettdecke sitzt ein Monster-Grashüpfer. So einen grossen Hüpfer hab ich noch nie zuvor gesehen. Adrenalinschub!

Und deshalb schäme ich mich. Vor lauter Schreck und nächtlicher Überforderung hat er diesen Sprung in mein Bett nicht überlebt.

Zu Hause habe ich nachgeschaut, was dieses Tier bedeutet, wenn es in unser Leben tritt. Und danach hab ich mich noch mehr geschämt.

Heuschrecke / Grashüpfer

Soll einem zeigen, das Leben spielerisch anzugehen, spontan, kreativ und aufgeschlossen zu sein. Wie eine frische Sommerbrise, die durchs Leben weht und alle Vorhaben und Gedanken mit frischer Luft erfüllt. Er möchte Unbeschwertheit, Leichtigkeit, Kreativität, Lebensfreude und Hingabe in unser Leben bringen. Grashüpfer häuten sich und so soll sich auch der Mensch von seinem alten Ich befreien und den Sprung in ein neues Leben wagen.

Ich habe ihn mit einem grashüpfergrünen Turnschuh ermordet!

Dieses Bild  von dem Grashüpfer auf meiner Bettdecke werde ich genauso wenig vergessen, wie ein anderes spezielles Erlebnis vor einigen Jahren:

Auf einer Wanderung und mit dem Blick auf dem Boden, auf der Suche nach Pilzen, kamen wir an einem Felsen vorbei. Ein paar Meter über uns, stand auf diesem Felsen ein prächtiger, alter Steinbock. Voller Kraft und Überlegenheit blickte er auf uns herunter. Er hat sich nicht bewegt, wir uns auch nicht. Es ist ein unbeschreiblicher Moment gewesen, als wär die Zeit stehen geblieben und als gäbe es nur uns Drei. Dieser Anblick und dieses Gefühl ist noch heute taufrisch bei mir. Wird es immer sein.

Steinbock

Mut und Ausdauer, Kraft und ein starker Wille sind jetzt erforderlich, denn du hast dir einen Weg der Stärke vorgenommen.

Der Steinbock soll an die unerschütterliche Willenskraft, Zähigkeit, Ausdauer und innere Stärke erinnern, mit denen man dunkle, schwierige und auch gefährliche Lebenspfade meistern kann. Er vermittelt einem: alles ist gut wie es ist und hat seinen Sinn, auch wenn sich dieser erst später zeigen wird.

Unter http://www.schamanische-krafttiere.de kann man fast jedes Tier nachschlagen, selbst die Ameisen im Garten oder mein Wespennest unterm Dach. Manchmal sehr spannend und häufig zutreffend.

Hilft meinem schlechten Gewissen trotzdem nicht.

Gruss

Erika

Über Erika

Mein Nachname ist Programm in meinem Leben. Immer in Bewegung, selten still, oft schweigend, mit offenen Augen das Leben und die Welt beobachten. Mit den Gedanken einen Schritt voraus und den Gefühlen einen Schritt hinterher. Immer öfter bewusst im Moment, häufig auf Reisen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit festen Boden unter den Füssen. Liebe die Berge und das Meer, brauche Bäume zum auftanken und das Meer zum loslassen. Was ich dabei erlebe, entdecke und beobachte - darüber schreibe ich.
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