Brunftzeit im Nationalpark

Ergibt sich die Gelegenheit, dann schnapp sie dir! Für manche Wünsche besteht nur für kurze Zeit die realistische Chance auf Erfüllung. Da kann ich noch so zum Universum beten. Ich muss ihm schon entgegen laufen!

Seit ich vor 2 Wochen im Val Müstair war, liess mich der Gedanke nicht los, nochmals zu fahren und diesmal ins Val Trupchun zu gehen. Dort sind die Hirsche während der Brunftzeit garantiert anzutreffen.
Die Chance unter der Woche zu fahren, war da. Der Wetterbericht sehr gut und ein Zimmer war auch frei. Los geht’s!

Über Klosters / Davos – Flüelapass – Zernez – Ofenpass – Valchava

Lauferei

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Bereits am Anreisetag am Ofenpass im Nationalpark zeigte sich mir diese Dame. Sie blickte mich direkt an und wartete so lange, bis ich meine Kamera aus dem Rucksack gefischt hatte. Sie war wunderschön.

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Am nächsten Morgen gings früh Richtung Val Trupchun. Ich wählte den linken Flussweg um ins Tal zu laufen. Ein bisschen fühlte es sich an, wie wenn man zu einem Open-Air-Konzert läuft. Der Parkplatz war schon gut besetzt. Grössere und kleinere Gruppen, junge Familien und Paare liefen auf dem Wanderweg gemeinsam in eine Richtung. Je tiefer man ins Tal vordringt, desto eher erreichen die Ohren einzelne Tonfolgen des Konzerts und jeder hofft voller Spannung, den ein oder anderen Orchesterspieler sehen zu können. Gemeint sind die brunftigen, lautstarken Hirsche.

Beim Wandern zerstreut das individuelle Tempo die Menschen und irgendwann konnte ich in Ruhe laufen und meine Ohren spitzen. Denn in dem dichten Wald ist es schwer die Hirsche zu sehen, da hilft die Lautstärke der Rufe. Und bei ihm, hörte es sich sehr nah an.

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Ich lief bis zur Alp Trupchun. Ein wunderschönes Tal, in dem sich Menschen versammeln, um geduldig und still auf Tiere zu warten und sie zu beobachten.

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Und auf dem Rückweg wurde mir dieser Herr geschenkt!

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Am nächsten Morgen auf dem Heimweg stoppte ich nochmals am Ofenpass und ging in den Nationalpark. Hirsche habe ich keine mehr gesehen. Doch ich durfte sie schon vom Parkplatz weg bis hoch zum Aussichtspunkt Margunet 2340 m aus allen Richtungen hören. Manchmal so klar und laut, dass ich das Gefühl hatte, hinter dem nächsten Baum müsste der Hirsch stehen. Dieses Erlebnis lässt sich nicht beschreiben. Faszinierend – unheimlich – überwältigend – Gänshautfeeling – so lebendig.
Die gesamte Natur, wo auch immer ich unterwegs war, an diesen 2 Tagen ist so unglaublich schön im Wandel der Jahreszeit. Glänzende, klare Farben, und die gigantische Bergwelt des Engadins liessen mich staunen, anhalten, begeistert und dankbar sein, dies sehen und erleben zu dürfen.
Die Schweiz ist ein kleines Land mit so vielseitigen Landschaften und Bergketten, die einem unendlich erscheinen. So viel Platz für die verschiedensten Tiere und den Menschen, um zu geniessen und aufzutanken.

Lauferei

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Mein Wunsch, der ausschliesslich zu dieser Jahreszeit zu erleben ist, wurde vollumfänglich erfüllt. Das Glück war an meiner Seite und in meinem Herzen trage ich die Töne dieses einmaligen Konzertes.
Erkenne und ergreife deine Chance und mach dich auf den Weg….deine Wünsche zu erfüllen.

Wunschlos glücklich
Erika

Val Trupchun: in S-chanf (Hauptstrasse zwischen Zernez und St. Moritz) Richtung Parkplatz Nationalpark
Wanderzeit bis zur Alp Trupchun und zurück ca. 4 Std. plus viel Zeit zum suchen, finden und bewundern der Tierwelt

Über Erika

Mein Nachname ist Programm in meinem Leben. Immer in Bewegung, selten still, oft schweigend, mit offenen Augen das Leben und die Welt beobachten. Mit den Gedanken einen Schritt voraus und den Gefühlen einen Schritt hinterher. Immer öfter bewusst im Moment, häufig auf Reisen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit festen Boden unter den Füssen. Liebe die Berge und das Meer, brauche Bäume zum auftanken und das Meer zum loslassen. Was ich dabei erlebe, entdecke und beobachte - darüber schreibe ich.
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