Mein Dorf

Lauferei - mein Dorf

Lauferei – mein Dorf

Mein Dorf liegt an der Autobahn. Das hört man, mal mehr, mal weniger. Wie der Wind sich dreht…

Lauferei

Lauferei

Die alten Häuser harren der Zeit. Manchen sieht man es an, anderen weniger. Wie der Mensch sie pflegt…

Lauferei

Lauferei

Sie sind Teil vieler Geschichten, die nicht niedergeschrieben sind. In meiner Phantasie zum Leben erweckt, bleiben sie bei mir.

Lauferei

Lauferei

Manchmal begegnet mir kein Mensch in den Häusern und Gärten, dicht an dicht. Doch immer wieder schaut mich das Leben unverhofft neugierig an. Und ich lächle ihm entgegen.

Lauferei

Lauferei

Raus aus meinem Dorf beginnt der Wald, fliesst der Wasserfall, wächst die Natur und ich schaue auf diesen kleinen Fleck der Welt. Mit all seiner verhüllten Betriebsamkeit, nie erzählten Geschichten von Glück, Leid, Freude und Schmerz.

Lauferei

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Hier ist alles still, weil ich es so will.

Lauferei

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Alles zu seiner Zeit

Unter dem schützendem Dach einer Buche sitzend, die ihre jungfräulichen Blätter in den Himmel streckt,

Lauferei - unter der Buche

Lauferei – unter der Buche

fällt mir auf, dass ich in den vergangenen 2 Wochen dem Schnee bzw. dem Schmelzwasser hinterher gereist bin. Nachdem ich an der Nordsee war, führte mich ein runder Geburtstag nach Koblenz Rheinland / Pfalz. Dem deutschen Eck, an dem sich Vater Rhein und Mutter Mosel vereinigen. Eine wunderschöne Gegend.

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Weg…

..sind sie, die Berge und auch das Meer…

Lauferei - Wattenmeer bei Ebbe

Lauferei – Wattenmeer bei Ebbe

Den Wildgänsen gleich, bin ich aus dem Süden in den Norden auf die Insel Sylt geflogen – für ein paar Tage. Die Wildgänse machen hier Station auf ihrem langen Weg in den Norden. Im seichten, schwindenden Meer versammeln sie sich in Scharen und erfreuen sich an einem reich gedeckten Tisch.

Lauferei

Lauferei – Wildgänse im Anflug

Es ist schon viel über diese berühmte Insel geschrieben worden, über die Faszination zwischen Nordsee und Wattenmeer.

Lauferei

Lauferei – Wattenmeer

An meinem letzten Tag auf Sylt ist die Insel bedeutend leerer geworden. Die Schulferien und das Wochenende sind zu Ende, und die beiden Hunde unter meiner Bleibe sind auch abgereist. Die Hasen und Kaninchen können wieder ungestört auf dem Grundstück mümmeln und sich vermehren.

Lauferei - Nordseestrand

Lauferei – Nordseestrand

Es war eine willkommene, wohltuende Abwechslung zu meinem Alltag in den Schweizer Bergen. Den Horizont uneingeschränkt sehen zu können, den leichten Meerwind im Gesicht fühlen und das Rauschen des Meeres hören. Sich der Müdigkeit in einem Strandkorb und all den süssen Versuchungen von Milchreis bis zur Sylter Schokolade hingeben.

Lauferei

Lauferei

Die Stille geniessen, in der man schier das Schmatzen der Wattwürmer hören könnte und dem Gesang unbekannter Vögel aus den Heckenrosenbüschen lauschen.

Lauferei

Lauferei

Nach der Arbeit mit meinem „Insel-Porsche“ über die noch leeren Radwege radln und am frühen Morgen an dem fast menschenleeren Strand seine Fussspuren hinterlassen.

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Es gibt bei jedem Besuch auf dieser Insel Neues zu entdecken.

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Oder einfach nur die Natur bewundern und sie täglich wachsen sehen.

Lauferei - Veilchen in Keitum

Lauferei – Veilchen in Keitum

Ich kehre zurück zu den Bergen, ab in den Süden. Ich komme wieder, wie die Wildgänse auf ihrem langen Weg nach einem Sommer im Norden.

Denn ein Zwischenstopp auf dieser faszinierenden Insel tut gut und stärkt.

Lauferei

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Einen guten Start in eine schöne Woche wünsche ich dir.

Liebe Grüsse

Erika

 

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Gegensätze

bestimmen das Leben, die Welt, den Tag. Ein warmer, starker Fönwind bläst durch das Tal. Auf dem Walensee geniessen Windsurfer einen der seltenen Windtage und springen über die kleinen, von Schaumkronen geschmückten Wellen. Die Temperatur in meinem Auto zeigt 20,5 C.

Oben auf den Bergen liegt noch Schnee, viel Schnee…

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Lauferei – Seebenalpsee am Ostermontag

Er wird Platz machen müssen für den Frühling und all das junge, kraftvolle Leben, das schon jetzt überall im Tal aktiv ist.

 

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Mit luftigem Haarkleid sehen sie schrecklich aus und ich glaube, sie wissen es auch. Denn keiner kam an den Zaun. Seh ich dich nicht, siehst du mich nicht…

Lauferei - frisch geschoren

Lauferei – frisch geschoren

Gegensätze bereichern das Leben, den Ausblick, die Wahrnehmung.

Frischer Wind, der Altes weichen lässt – frische Energie, die allen gut tut, starke Farben beleben die Augen, die Nase in der Luft um den Duft der Blüten einzufangen oder wie sehr oft, den Geruch frisch ausgefahrenem Mist und jeden Tag gibt es Neues im Vertrauten zu entdecken.

Lauferei - Churfirsten

Lauferei – Churfirsten

Ich mag diese Zeit und geniesse sie sehr.

Lauferei

Lauferei

Liebe Grüsse in deine Frühlingswelt

Erika

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Manchmal brauchen wir einen Engel

Sie steht am steilsten Stück der Piste und ihre gesamte Körperhaltung schreit vor Angst. Weiter unterhalb steht ihre Mutter bzw. Stiefmutter, wie ich später erfahren habe und ruft „You can do it!“

Lauferei - Blick zurück Richtung Maschgenkamm

Lauferei – Blick zurück Richtung Maschgenkamm

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Dann ist…

Sobald die steilen, schneebedeckten Berghänge anfangen zu glänzen, wie Speckschwarten..
dann ist der Frühling auch über 1800 m. ü. M. angekommen.

Lauferei Prodalp - Flumserberge

Lauferei
Prodalp – Flumserberge

Auf meinem Weg kommen mir strahlende und fröhliche Menschen entgegen. Junge und ältere, alleine, zu zweit, ganze Familien, mit und ohne Hund. Auf Ski, mit Schlitten oder Schneeschuhen.
Kein trauriges oder ernstes Gesicht zu sehen…
dann ist der Frühling auch im Herzen angekommen.

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Auch wenn…

Du denkst: „Wenn ich nur hoch genug hinauf laufe, dann wird es schön sein und allen Prophezeiungen zum Trotz gut sein.“

Auf all deinen Wegen sind die Bedingungen und Umstände vom Leben arrangiert, um dir etwas zu zeigen, zu lehren, um deine Erfahrungen zu machen.
Du kannst am höchsten Punkt ankommen und wirst die Sonne dennoch nicht sehen, da sie der Nebel verdeckt und dich nur ein paar Meter sehen lässt. Es geht bergab, der Untergrund ist weich und trägt dich. Eine Gerade lässt dich verschnaufen und wieder zu Kräften kommen.
Du packst es erneut und willst hoch hinauf. Da muss sie sein – die Sonne. Je höher du kommst, desto lichter wird der Nebel und durch das zarte Weiss schimmert die goldene Kugel und ein Hauch von blauem Himmel – nur ein kleiner Moment.

Lauferei

Lauferei

Den Weg kennst du nicht mehr. Verschwunden im undurchdringbaren Weiss veränderst du dein Ziel. Dunkel erscheint die Silouette und ein heisser Café und selbstgebackener Kuchen erwarten dich.
Draussen auf der Bank ist es warm unter der weissen Nebeldecke. Kein Wind. Kein Geräusch. Und immer wieder das Aufkommen der Hoffnung, die Sonne schafft es und du kannst dich in ihr baden.

Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg. Der Nebel wird immer dicker und dann heisst es wieder bergab. Alles ist nur noch weiss. Die Luft, die Umgebung, der Boden unter dir und es ist so unsagbar still. Gedämpft, verschluckt – alles. Keine Gedanken. Nur Konzentration auf den Weg, den du nicht siehst und ganz locker in den Beinen die Unebenheiten abfederst.

Lauferei

Lauferei

Du wolltest hoch hinauf…dein Weg heute war ein anderer:

Auch wenn du nichts mehr siehst, stecken leuchtende orangene Stangen an denen du dich Schritt für Schritt orientieren kannst und sie dir die Richtung weisen.
Auch wenn du deinen Untergrund nicht erkennst und einschätzen kannst, solange du locker bleibst und auf die Kraft deines Körpers vertraust, kann dir nichts passieren. Selbst dann nicht, wenn du fällst.
Auch wenn einer deiner Sinne temporär ausfällt, ist noch lange nichts verloren und du kannst auf viele Ressourcen zurückgreifen.
Auch wenn dir der Moment jegliche Aussichten verwehrt, dein Ziel in weite Ferne rückt und du den Tag als verloren glaubst, weil er dir nicht die Sonne geschenkt hat…
Auch wenn du es vielleicht nicht erkennen kannst, hat dir dieser Tag viele Geschenke gemacht: eine weisse Welt hat dich auf dich selbst zurückgeworfen,
jeglicher Aussicht und Ablenkung beraubt, konntest du ganz still in dir werden,
es ist nicht nötig den ganzen Weg zu sehen. Kleine Etappen reichen und manchmal ist das Ziel an einem anderen Ort.
Auch wenn alles um dich herum von dichtem Nebel durchdrungen ist, die Sonne scheint in jedem Moment. Sie ist da.
Die wichtigsten Lektionen lehrt uns das Leben an Tagen, an denen die Sonne und der strahlendblaue Himmel uns scheinbar verlassen haben.

Ein ganz spezieller, aussergewöhnlicher Skitag ist zu Ende.

Schön war`s!

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Entweder – oder

Ist es noch Winter oder schon Frühling!

Lauferei - Walensee

Lauferei – Walensee

Auf meinem Balkon stehen Primel, Osterglocken und Narzissen, denen die kalten Nächte nichts anhaben. Stattdessen muss ich sie giessen und kann meinen Apfelbaum beobachten, wie die Knospen grösser werden. Hätte ich die weissen Bergspitzen nicht direkt vor meiner Nase, ich würde meine Skier einsommern.

Lauferei

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Es zieht mich hoch auf den Berg, einen Cafe trinken bei der Alp Fursch und diesen „von Gott-gesegneten-Platz“ und den Frieden geniessen.

Lauferei

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„Ach ist das schön hier! Man muss gar nicht so weit weg fahren.“ Sagt ein Tourengeher, der gerade vom Wissmeilen zurück gekommen ist und entspannt in die Sonne schaut.

In Gedanken stimme ich ihm zu. Nur das Tropfen der Eiszapfen durchbricht die Stille. Aus einer Wolke, die sich vor die Sonne schiebt fallen einzelne Schneeflocken. Würden sie ein Geräusch machen, in diesem Moment könnte man es hören.

Jetzt die Zeit anhalten und sitzen bleiben.

Lauferei

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Auf dem Heimweg die Aussicht ins Rheintal:
Aus „Entweder oder“ wird sichtbar „sowohl als auch“,
und du hast die Wahl.

Ich wünsche dir eine schöne Woche und liebe Grüsse
Erika

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Scheinbar vertraut

Du gehst den Weg,
wie schon so oft.
Willst einfach nur Sein, die Gedanken springen lassen,
wie einzelne Blätter, die der Wind umherwirbelt.
In weiter Entfernung liegen riesige Bäume samt Wurzelwerk. Ihrem angestammten Platz entrissen.
Wieviel Kraft und Zeit hat es dafür gebraucht?

Es geht weiter steil bergauf. Der Wasserfall fällt laut in das Bachbett. Alles so vertraut. Du weisst, nur noch ein Stück und es ist geschafft.

Dein Weg ist nicht mehr dein Weg. Alles verändert. Zugedeckt, angehäuft, abgeschnitten, zerstört, nichts ist mehr, wie es einmal war.

Lauferei

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„Da kannst du nicht durch!“ „Das schaffst du nicht, ohne dir weh zu tun.“ Zurück? Stehen bleiben? Weiter gehen?

Keiner kann dir sagen, wie weit du jeden Schritt suchen und vorsichtig setzen wirst.
Keiner kann dir sagen, wann der Weg wieder leichter wird. Keiner wird deine Fragen beantworten, solange du es nicht wagst.

Lauferei

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Tiefe Schlammspuren, klitschig und nass. Am Strassenrand liegen sie, all die Bäume, die in der Daseinsfreude den zurückgelegten Weg einst säumten. In veränderter Form werden sie weiter existieren. In ihren Jahresringen die Erfahrungen gespeichert.

Lauferei

Lauferei

Du glaubst den Weg zu kennen, doch auch er unterliegt dem Gesetz der Wandlung und Veränderung.

Lauferei

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Selbst ein alter Kastanienbaum, der all seiner Äste beraubt wurde, zeigt seine ganze Kraft, seine gewaltige Geschichte, der viele Stürme und Widrigkeiten überstanden und doch bis anhin in jedem Frühling seine Blüten hervorgebracht hat.
Seine Tage sind gezählt, doch so lange er hier steht, ist es sein Stamm, der in den Himmel ragt.

Lauferei

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Und wer weiss…ob du diese kleinen Blumen sehen würdest, hätten dich die Hindernisse nicht zurückgebracht in deine Präsenz und Kraft? …auf einem scheinbar, vertrautem Weg.

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Tankstelle

Noch ist der Himmel grau bedeckt. Der Gesang der Vögel am frühen Morgen ist lauter und vielstimmiger geworden. Ein Hauch von Frühlingsenergie weht durch die Bergwelt, deren Spitzen in weiss getaucht sind.

Dort, wo die Sonne aufgeht – ein hellblauer Streifen am Horizont, den die Berge durch ihre Höhe und Grösse bestimmen.

Es ist einer dieser Tage, an denen der Fön die Wolken wegbläst.

Das Bedürfnis nach dem Geruch des Waldes, der Erde und nach Bewegung ist riesig und ich gehe dem blauen Streifen am Himmel entgegen.

Lauferei

Lauferei – Eichen oberhalb Maienfeld, Bündner Herrschaft

Gehe hin zu meiner Tankstelle, die täglich und 24 Stunden geöffnet hat. Gratis, beständig und zuverlässig empfängt sie mich, wann immer ich zu ihr gehe.

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