Es ist einer der letzten warmen Sommertage in den Bergen. Für unseren Mädlsabend ist alles vorbereitet. Ein kleiner Junge namens Phil läuft mit mir mit, zwischendrin verschwindet er, schnell nach Hause oder an den Brunnen um sich abzukühlen und taucht plötzlich wieder auf mit der Frage: „Was machst du?“

Botanischer Garten Villa Melzi in Bellagio / Comersee
Ich antworte: „Ich muss noch kehren.“ und ich merke, dass er dieses hochdeutsche Wort nicht kennt. Auf seinen fragenden Blick überlege ich, wie es auf schweizerdeutsch heisst…“wischen muss ich noch. Es kommt Besuch.“

Jetzt hat er mich verstanden. Es dauert einen Moment, er überlegt….“Du sagst ja auch „pupsen.“
Ich muss mir das Lachen verkneifen. Ja, antworte ich ihm und frage ihn, obwohl ich die Antwort weiss: „Und wie sagst du zu pupsen?“ – wie aus der Pistole geschossen kommt ein kräftiges „Furze“ und jetzt kann ich mir gar nichts mehr verkneifen….

Als Dankeschön-Post für ihre Gastfreundschaft an meine Freundin packe ich einen Beutel Gummibärchen dazu, mit einem Zettel „für Phil von Erika“.
Die erste Ration Gummibärchen hat er schon bekommen und sich dabei auch vergewissert, ob noch jemand anderes aus dem Beutel Gummibärchen bekommt?!

Luganersee
Die Antwort meiner Freundin: „Nein, schau her. Da im Schrank ist der Beutel und da ist ein Zettel darauf, da steht extra für Phil. Keiner nimmt das weg.“ Beruhigt und freudestrahlend ist er mit seiner Gummibärchenration nach Hause ein Haus weiter gegangen.

Ich wünsche mir von Herzen, möge er sich diese Freude an kleinen Dingen ganz, ganz lange bewahren.


Im Garten versinken und die Heilkraft des Sommers pflücken, zwischen Bienen und Hummeln die Zeit vergessen.






Zutrauliche Begegnungen und gelassene Standhaftigkeit.
Unter meiner Lieblingsarve sitzen und Besuch bekommen,
weiter über den Moutt d`Ota 2449 m. ü. M. zur Alp laufen und einen Kaiserschmarrn essen.
Einem seltenen, scheuen Waldbewohner begegnen, der sich durch mich nicht stören lässt.
Meine Zugangsdaten und Passwörter habe ich hervorgekramt, mein Hirn kann sich noch Zeit lassen, um im Alltag zu landen und meine Seele sitzt noch manchmal unter der Arve.





Nur die Mountainbiker, teilweise mit Motor, die immer mehr Wanderwege in Beschlag nehmen, könnten nerven. Doch solange die Bremsen und der Respekt funktionieren….































































