…in einer Zeit, in der nicht einmal die Natur sich für eine Richtung entscheiden kann. Das Leben traurige und schöne Geschichten schreibt. Beides ist da.

Im Tal noch Herbst und grüne Wiesen und oben am Berg strahlendes Winterweiss.

Val Müstair Skigebiet Minschuns
Die to-do-Liste wird immer länger und der Zettel mit „Sein“ scheint unauffindbar. So viele Möglichkeiten und Verpflichtungen.

Dem Duft der Verlockung einfach folgen und sich eine Handvoll wärmenden Genuss schenken. Für alles lässt sich Zeit finden.

Churfirsten Inversions-Wetterlage
Im Tal eiskaltes Grau und oben warme Wintersonne und knirschender Schnee. Und dazwischen bewegen sich die Menschen hin und her, wie das Schiffchen an meinem Webstuhl. Der „Zettel“ Längsfaden gibt die Richtung und das Grundmuster vor. Mit den Pedalen heben und senken sich die Fäden, die lange vor meiner Zeit gezogen wurden.

Ich wähle die Farben – winterweiss, nebelgrau oder sonnengelb – und die Trittfolge, daraus entsteht mein individueller Stoff. Mit Fehlern und seiner ganz eigenen Signatur.

Auf und ab. Hin und her. Balance und Rhythmus finden. Spannen. Entspannen. Spulen. Aufrollen. Innehalten und das eigene Werk betrachten, mit einer Idee, was daraus entstehen wird. Freude beim tun. Gedanken bleiben ruhen.
In deinem, meinem Leben gibt es so Vieles. Alles hat seinen Platz, alles ist Sein. Es gibt nur diesen kleinen Moment zwischen da und dort und wir dürfen den Faden locker laufen lassen….

Engadin
















….im Dickicht der verfärbten Heidelbeersträucher ein Gefühl dafür bekommen, wie der Indian Summer für Mäuse aussieht….


„Es chunnt guet!“ sagt der Herbst und klopft dem Sommer tröstend auf die Schulter,


























































und die 400 Schafe hatten ihre erste Weide erreicht, während die Hütehunde im Anhänger zur Alp hinauf gefahren wurden, um dort ihren Sommerjob zu übernehmen.

