Vernünftig oder verrückt?

Es mag verrückt und entgegen jeder Vernunft sein, für ein Wochenende über 5 Stunden mit dem Auto zu fahren, um an einen Ort zu gelangen, der einem nicht zwingend uneingeschränkten Sonnenschein nach diesem wechselhaften, verregneten Sommer verspricht, und der einen dennoch magisch anzieht.

Es mag noch verrückter sein, auf Ruhe und Frieden zu spekulieren, angesichts der Tatsache, dass sich dort eine kleine Gruppe Menschen treffen wird, um das Wochenende gemeinsam zu verbringen.

Lauferei

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Absolut verrückt ist es, die Ruhe und den Frieden, wie bereits einige Monate zuvor, vorzufinden und geschenkt zu bekommen, die Sonne warm und von morgens bis abends von einem strahlend blauen Himmel scheint, und man auf sein Gefühl hört, sich ausklinkt und den ganzen Tag nach seinen Wünschen gestaltet, um am Abend wieder zu der Gruppe zu stossen.

Keine Ahnung wovon ich da rede? Ab nach Bossolasco im Piemont übers Wochenende. Hin und her gerissen – gewinnt die Unvernunft.

Wie oft gewinnt in deinem Leben die Vernunft? Der Blick in den Geldbeutel, der einem erzählt „sparen“ zu müssen, die Müdigkeit in den Knochen dich mehr aufs Sofa zieht, als in die Welt hinaus? Wie oft stehst du mitten im Fluss des Lebens und hälst dich krampfhaft an einem Ast oder Stein fest, statt dich mitreissen zu lassen? Es gibt 1000 andere Situationen, da ist sparen möglich, erhält die Müdigkeit ihr Recht auf Schlaf, und du lässt die Verlockungen ziehen, weil gerade alles gut ist, wie es ist.

Lauferei

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Du weisst nie, was dort draussen auf dich wartet. Du weisst nie, wieviele Gelegenheiten noch auf dich zukommen, um dich aus dem Alltag zu reissen – deine Energie zu erfrischen – deinen Horizont zu erweitern – dein Leben mit neuen Impulsen zu beleben. Nutze sie, sofern sie sich dir anbieten und es finanziell, wie zeitlich möglich ist.

Seit Jahren lasse ich meinen Alten Sessel neu beziehen. Gemäss Sparbudget hätte er schon 3 x bezogen werden können. Aber….die Welt dort draussen wartet auf mich, meine Neugierde will gefüttert werden, so manche verrückte Unternehmung liegt in der Schatzkammer meiner Erinnerungen, und nicht eine davon möchte ich missen. Der Aufwand war und ist es wert – immer! Ich will und werde im Rahmen meiner Möglichkeiten die Welt sehen, entdecken, riechen, fühlen und geniessen.

Solange muss mein Sessel warten und ich glaube, ihn stört sein über 100 jähriger Bezug nicht, und mich stört es auch nicht, dass er in eine Decke gehüllt mit mir mein Leben teilt.
In meinem Sessel – dann hoffentlich frisch bezogen – kann ich sitzen, wenn meine Knochen nicht mehr wollen. Bis dahin darf noch viel Zeit vergehen….

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Wann warst hast du das letzte Mal „verrückt“ und hast die Unvernunft siegen lassen?

Zufrieden, müde und wieder da….

Erika

 

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Alp Sennis

Um dir einen von „Gott-gesegneten-Platz“ zu zeigen und zu beschreiben, fordere ich deine Phantasie und Vorstellungskraft heraus:

Gott öffnet seine linke Hand und formt sie zu einer Schale in der es viel Platz für Liebe, Geborgenheit und Frieden hat. Er drückt diese Hand in die Erde….aus seinen Fingern bilden sich hohe Berge, deren Spitzen aneinander gekettet schroff und markant zur Alviergebirgskette werden. In seinem Handteller wird die Landschaft hügelig, von kleinen Flüssen durchzogen, mit Wäldern und offenen Wiesenlandschaften. Auf dem Handballen entsteht die Alp Sennis und dort, wo der Arm sich nach unten absenkt, führen dichte Wälder ins Tal….so musst du dir Sennis vorstellen, oberhalb Berschis / Walenstadt.

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Von Berschis aus führt eine Bergstrasse hoch Richtung Sennis. Am Parkscheinautomat für Sfr. 5,– ein Ticket lösen und nochmals weiter hoch fahren bis zu den ausgewiesenen Parkplätzen. Ein Stück der Strasse entlang laufen und dann links dem Wanderweg folgen.

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Dieser führt wieder auf die Strasse, die sich langsam den Berg hoch schlängelt, bis du beim Handballen angekommen bist. Wanderzeit ca. 1 – 1 1/2 Std.
Dort erwartet dich ein kleiner See und das Berg-Gasthaus Sennis und der Blick auf die markante Bergkette.

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Von hier aus eröffnet sich eine Vielzahl von Wandermöglichkeiten, rechts rum Richtung Palfries – Gonzen, geradeaus durch den Handteller bis zum Schneeloch, das niemals verschwindet, oder links rum Richtung Lüsis.

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Ich gehe meist Richtung Lüsis, bis zu einer Senke in der Murmeltiere ihr unterirdisches Reich bewohnen. Diesesmal waren keine da, denn eine Herde Kühe trampelte auf ihren Köpfen herum. Hier hat man einen Rundumblick auf die Flumser-, Glarner-, Sarganser-, Bündner-, Churfirsten-, Alvier-Berge. Majestätisch!
Noch ein Stück weiter gelangt man zu einer Bank mit wunderschöner Aussicht auf den Walensee und Richtung Zürich.

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Wir kehren zurück zum Gasthaus. Die Terrasse hat sich inzwischen geleert und wir können friedlich Mittagessen. Untermalt wird unsere Essenszeit vom Gesang eines Gospel-Chors aus der Region, der hier sein Wochenend-Trainings-Camp durchführt. Hinter uns Glockengebimmel und um uns herum herbstliche Natur. Die Quelle der Liebe, der Geborgenheit und des Friedens sprudelt nach all den tausend Jahren noch immer unaufhörlich und gleichmässig. Ob bewusst oder unbewusst nimmt jeder Mensch diese Energie auf, davon bin ich überzeugt. Trifft das Wirken von Mensch, Natur und Tier in einem Moment so gekonnt zusammen, geht mir das Herz auf und ich bekomme Gänsehaut. Ein Geschenk ans Leben!

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Diese Beiden, kurz „die Buebe“ genannt, um Verwechslungen zu vermeiden, gehören zur Sommerausstattung und dürfen in Alleinherrschaft den Teich bewohnen.

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Sie sind Sommergäste und der Nachwuchs hat hier oben seine ersten Schritte getan und läuft inzwischen sicher und selbstbewusst mit seiner Familie.

Das Gasthaus Sennis ist bis Ende September geöffnet. Danach wird es winterfest eingepackt. Doch in der Dependance daneben, bekommt man an schönen Herbsttagen eine Kleinigkeit zu essen, Kuchen und Cafe.

Für mich ist die Alp Sennis ein wahrhaftig gesegneter Platz, der mich immer herzlich empfängt und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen lässt.

Liebe Grüsse

Erika

http://www.sennis-alp.ch

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Skywatch-Friday Sunset

Für einen kleinen Moment bleibt mein Leben stehen und ich schaue der Sonne zu, wie sie sich langsam vom Tag verabschiedet und hinter den Bergen versinkt. Als Abschiedsgruss taucht sie die Welt in ein magisches, wohltuendes, wärmendes Licht….

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Mehr Himmelsbilder rund um die Welt auf http://www.skyley.blogspot.ch

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende

Erika

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Malanser Älpli

Zur Bündner Herrschaft gehören die Dörfer: Malans, Jenins, Maienfeld und Fläsch. Das kleine, feine Weinanbaugebiet im Bündner Rheintal. Dank der Fönlage stets einen Tick wärmer und im Winter mehrheitlich nebelfrei.
Das Malanser Älpli ist eine Gondelbahn, die bis heute die meisten Höhenmeter ohne Zwischenstation überwindet. Im Buchenwald hinter dem Dorf ist sie zu finden mit einem grossen Parkplatz. An schönen Tagen unbedingt vorher seine Berg- und Talfahrt reservieren.
Ich fahre in den seltensten Fällen hinauf. Denn der Weg aufs Älpli ist meine Trainingsstrecke und „schau ma mal wie fit du bist“-Route.
Bis zur Bergstation sind 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Meine Zeitangaben fallen sehr unterschiedlich aus: 2 Std. 15, 2 Std. 45 min., 3 Std. 30 und an Schönwettertagen mit überraschendem Gewitter über 4 Stunden.
Ich mag die Strecke, da ich sie inzwischen sehr gut kenne und ich sie mir je nach Tagesform motivationsfreundlich einteilen kann. Der Weg legt langsam an Steigung zu und mit jeder Kurve wird es anstrengender. Im oberen Teil läuft man immer wieder unter der Bahn durch, wenn dann eine Gondel kommt, unbedingt entspannt und locker laufen! Anerkennende Blicke und Bewunderung sind einem gewiss! Und nicht erschrecken, wenn ein Jogger völlig leicht an Ihnen vorbei läuft, es ist auch ihre Trainingsstrecke.
Es ist ein schöner Weg durch Wälder mit schönen Aussichtsstellen auf das Bündner Rheintal Richtung Chur und Richtung Sargans, Flums. Auch wunderbar zu laufen an heissen Sommertagen.
Im Berggasthaus gibt es täglich ein Menü und eine kleine Speisekarte. Und meistens selbstgebackenen Kuchen. Das besondere am Malanser Älpli –  es arbeiten dort hauptsächlich Ehrenamtliche um die Existenz der Bahn zu gewährleisten.
Die Freiwilligkeit, der Enthusiasmus und den Spass merkt man den Menschen an, ob jung oder alt. Jeder hat seine Aufgabe, seinen Platz, solange es körperlich machbar ist. Und wenn es mal eine Pause braucht, findet sich immer ein bekanntes oder unbekanntes Gesicht für einen Schwatz.

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Ein schöner Platz an dem sich jeder trifft, jeder auf seine Weise dort angekommen ist. Über Jenins kann man auch mit dem Mountainbike hochfahren.
Viele beginnen ihre Wanderung ab der Bergstation. Von hier aus führen Wege auf den Vilan (oberer Teil sehr steil, Trittsicherheit) zum Falknis über die Bergseen oder eine Rundtour Richtung Seewis, Fadära Stein zurück nach Malans.

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Ein Geheimtipp ist das Älpli längst nicht mehr, aber immer den Weg und die Anstrengung wert.

Herzliche Grüsse

Erika

http://www.aelplibahn.ch

http://www.myswitzerland.com/de/buendner-herrschaft.html

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Badetag

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Als ob es nicht schon nass genug wäre…..bin ich gebadet worden. Gegen meinen Willen!

Gut, ich gebe zu…es könnte nötig gewesen sein….obwohl ich eine sehr reinliche Mops-Dame bin. Meiner Fusspflege widme ich täglich sehr viel Zeit.

Der Mensch sagt: „Die Liebe findet immer einen Weg“. Wasser auch!
In den Augen, in der Nase und in den Ohren…..
dafür rieche ich jetzt wundervoll…..wie ein Mops-Baby-Popo…

Wieder trocken
Angelique

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bun di

Guten Tag im Puschlav!
Meine Route: Chur – Julierpass – St. Moritz – Pontresina – Berninapass – Lago di Poschiavo – Miralago
Zurück: Berninapass – Pontresina – Zernez – Julierpass – Davos / Klosters – Landquart

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Wetter: mehrheitlich sonnig

Gesprächsthema: der verregnete Sommer! Bei Bergführern, Kutschern, Hoteliers, Urlaubsgästen

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Menschen: sympathisch, aufgeschlossen, zufrieden

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Natur: schroff, überwältigend, Gletscherwelten, Wasserreich selbst das kleinste Bächlein, satte markante Wälder, wunderschöner See

Kuriositäten: ein Dorf – Miralago – mit 18 Einwohnern, ein Stammgast der mit seinem wunderschönen Papagei essen geht, ein Wirt gebürtig aus Sachsen-Anhalt, mit schwäbischem Dialekt und spricht kein Wort Italienisch, besitzt dafür einen wundervollen Humor und backt für sein Leben gern

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Hoppala`s: grosse Katastrophe – Wimperntusche vergessen, ramponiertes Knie hätte ich mir erspart, wenn ich geduldig gewesen wäre. Ins Roseg-Tal fährt ein Kutschen-Omnibus.

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Mitgebracht: Nudeln aus Poschiavo und natürlich Kräutertee

Fazit: faszinierende Bergwelt mit unendlich vielen Wandermöglichkeiten, es hat mir gut getan, nehme schöne Bilder und Begegnungen mit nach Hause.

buna saira

Erika

http://www.miralago.ch

http://www.valposchiavo.ch

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Skywatch Friday & In Heaven No. 128

…..die Sonne kommt…..

Skywatch-Friday http://www.skyley.blogspot.ch

Raumfee http://www.dieraumfee.blogspot.ch

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Schönes Wochenende

Erika

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Anam Cara

Bücher fallen einem zu oder laufen mit einem mit.
Zugefallen ist mir „Anam Cara“ von John O`Donohue, das Buch der keltischen Weisheit. Anam Cara bedeutet übersetzt aus dem keltischen „Seelenfreund“. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich an diesem Buch fasziniert….manches kann ich gar nicht erfassen…und doch versteht ein Teil von mir jedes Wort. Es tut mir gut und liegt neben meinem Bett wie ein Talisman.
Mitgelaufen ist das Buch „Eat, Pray, Love“ von Elizabeth Gilbert. Den meisten sicherlich bekannt durch die Verfilmung mit Julia Roberts. Vor meinem Umzug letzten Herbst habe ich Unmengen Bücher entsorgt und verschenkt. Nur ein paar wenige durften mit, auch jenes von Elizabeth Gilbert und das, obwohl ich einen Roman äusserst selten zweimal lese. Das Buch wurde mit dem Film sehr gut umgesetzt, wobei das Buch wie immer ausführlicher ist. Und es gibt ein Happy-End. Weiterlesen →

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Heisse Schokolade

Viele Jahre habe ich kein Blatt Papier mehr beschrieben, lediglich an wenigen Tagen ein paar Sätze in meine Agenda.
Das Schreiben hat mir sehr gefehlt. Vor allem jene Momente, da es aus meiner Hand geflossen ist und ich mir oftmals nicht erklären konnte, woher all das stammt.

Lauferei

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Ich wollte von Anbeginn irgendwann eine Geschichte schreiben, die so liebevoll, wärmend und behaglich ist, wie der Genuss einer heissen Schokolade nach einem langen Spaziergang durch eine verschneite, kalte Berglandschaft.
Inzwischen weiss ich, mein Schreiben ist nicht verloren gegangen, ich durfte noch ein paar Erfahrungen einsammeln.  Die Zusammenhänge und den Sinn hinter einigen Geschehnissen verstehen lernen….
Die Geschichte verändert sich mit meinem Verstehen nicht, auch das Erkennen meiner Versäumnisse – Fehler waren es keine, denn hätte ich es besser gewusst oder handeln können, ich hätte es getan – macht nichts ungeschehen!
Manchmal sind wir so blind, dass wir gar nicht merken, wie wir in den Fussstapfen eines anderen laufen. Manche Wege entsprechen nicht unserem Wesen, Charakter und Wunsch, und doch laufen wir mit, bis wir nicht mehr können und wollen.
Widerstand erzeugt Widerstand.
Distanz lässt Distanz entstehen.
Schweigen gegen Schweigen. Der verzweifelte Versuch wieder seine eigenen Fussabdrücke zu hinterlassen. Umgeben von dichtem Nebel, bis einer diesen durchbricht.
Die Geschichten des Lebens sind bitter und süss. Das Leben ist mal kalt und mal warm.
Menschen kommen und gehen. Abschied und Neubeginn, Tod und Geburt, sind nur einen Atemzug voneinander entfernt.
Nur gelebtes Leben ist erzählenswert. Alles andere ist Phantasie und sind Märchen.

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Wonach suchen die Menschen, wenn sie sagen: „Ich könnte ohne ihn leben?“ Stimmt das wirklich?
Kann man eine langjährige Beziehung, einen Menschen so leichtfertig aburteilen?
Ich hörte auch oft den Satz: „Sie sind so ein schönes Hochzeitspaar“ Werden sie sich auch noch daran erinnern können, wenn es schwierig wird und in letzter Instanz Anwälte die persönlichen Angelegenheiten regeln müssen, damit jeder zu seinem Recht kommt?

Der eine Vater kämpft verzweifelt um das Sorgerecht für sein Kind, einen anderen sind die Kinder nicht mehr wichtig genug.
Die einen trennen sich, die anderen finden sich.
Niemand lässt sich verändern, auch wenn wir noch so bohren, hoffen und glauben.
Niemanden kann ich besitzen, weder per Gesetz, noch auf alle Ewigkeit in guten, wie in schlechten Tagen. Nur Ich gehöre mir, und wer es vergisst, muss zurück auf Start!
So viele unterschiedliche Geschichten….Dramen…..Schicksale, wo soll da etwas liebevolles, wärmendes, behagliches sein?

Dazwischen! In einer Umarmung, einem Lächeln, einer Freundschaft, einem Händedruck, einem liebevollen Satz auf einem Stück Papier, einem Gespräch, einer Blume, einem Schmetterling….Liebe in kleinen Dosierungen…ein Schluck heisse Schokolade…
Wir alle wünschen uns ein Happy-End, doch das kleine Glück liegt überall auf dem Weg dorthin.
Ich werde niemals aufhören, die Schokolade zu finden, selbst wenn die Milch sauer und das Holz um den Ofen anzuheizen, ausgegangen ist.

Geniesst eure Schokolade

Erika

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Fluchtpunkt: Orient

An „komischen“ Tagen gehe ich in Gedanken meine Fluchtpunkte durch und warte auf mein Gefühl im Bauch. „Sei lieb mit dir, hör gut hin, was dir gut tut und lass dich treiben.
Keine Verpflichtungen und keine Termine. Sei mutig, andere zu enttäuschen, ohne faule Ausreden und marschier los.“
Mir war nach Wärme und Wasser = Hamam. Ab auf die Heide, ca. 45 Minuten von mir entfernt.

Am Eingang, im Aufenthaltsraum, den Flur entlang….überall der warme Duft von Holz. Arvenholz? Ein Stück Fell, Filz, eine kuschlige Decke, viel Licht, moderne Ledermöbel, eine Holzschale, ein aufmerksames, freundliches Lächeln…ein Gruss.
Behaglichkeit um mich herum.
Im Hotel Schweizerhof auf der Lenzerheide / Graubünden dürfen auch Nicht-Hotel-Gäste in das wunderschöne Hamam. Und ich mag dieses Hotel, hier stimmt alles mit den kritischen Augen einer Gastronomin abgesucht.
Ich bewundere jeden gastronomischen Betrieb, der über Jahre hinweg seine Qualität und Leistung aufrecht erhalten kann. Denn ich weiss, wie schwierig dies ist.
Die sich immer wieder Neues einfallen lassen und weiter entwickeln. Die Regionale Produkte finden und in ihr Angebot einbauen. Und allem voran, sympathische und freundliche MitarbeiterInnen beschäftigen.

Perfektes Timing – Mittagszeit – Sonne. Ich spekuliere darauf, dass der Lenzerheide-Gast die Sonne geniesst und später nach Wärme und Wasser verlangt….
Ich war 2 Stunden alleine und konnte jeden Bereich ungestört geniessen. Der Nabelstein in der Mitte des Hamam gehörte nur mir und der Ruheraum auch, ein friedliches Nickerchen. Eine gute Tasse Tee, Nüsse, Trockenfrüchte, schöne Musik. Ach, was hab ich für ein Glück! My private Spa!
Entspannt, zufrieden und wieder bei mir angekommen, sprudeln die Ideen….an den Lago di Poschiavo fahren. Von dort beziehe ich meinen Kräutertee „Al Canton“, den es auch im Ruheraum zu trinken gibt. Im Herbst – oder eher, denn auf der Heide beginnen sich die Lärchen zu färben. Zu früh!

Auf dem Heimweg Richtung Chur schaue ich direkt auf den Calanda. Ich habe ca. 15 Jahre in Graubünden gelebt und war nie dort oben….Zeit wirds.
Ebenso der „Tote Mann“. Seit 14 Jahren sehe ich ihn auf meinem Arbeits-Heimweg im Wandel der Jahreszeiten. Der „tote Mann“ gehört zur Alviergebirgskette. Es wäre sicher cool, eines Tages auf seiner Nasenspitze zu stehen….

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Lauferei  „Tote Mann“ Alviergebirgskette

Mein Bauch und Ich sind ein gutes Team! Der Ausflug in den Orient hat gut getan.

Hör auf deinen Bauch! Vorallem wenn er „komisch“ ist.
Alles Liebe
Erika

 

http://www.lenzerheide.com

http://www.bergspa.ch

http://www.al-canton.ch

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