Hingabe an den Lauf der Natur

In manchen Regionen ist das Wasser für die Schneekanonen ausgegangen. Schlepplift-Spuren so schmal, wie 2 Füsse. Skipisten, die sich wie ein weisses Band durch die grau-braun-grüne Landschaft den Hang hinunter ziehen.

Strahlend blauer Himmel und eine tief ins Herz wärmende Sonne.

Weihnachten / Silvester hat das Herz der Schneesportler nicht zwingend höher schlagen lassen, ausgenommen der Platz wurde eng, um ausweichen zu können. Body-Check-Bremsmanöver.

Letzte Nacht wurde die Welt oberhalb 900 m ü. M. mit einer schneeweissen Schicht bedeckt, die nur vage verhüllt, dass Frau Holle bis anhin sehr faul war. Vermutlich so verschlafen und unproduktiv wie ich.

Lauferei

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Gemeinsam sassen wir in der Sonne, genossen den Zustand des Nichts-tun-müssens, obwohl es doch so viel zu tun oder zu machen gäbe….unwichtig. Die Erwartungen der anderen durften hinten angestellt werden und einfach seinem eigenen Gefühlen folgend, die Zeit verstreichen lassen.

Ausgeruht, ausgeschlafen, entspannt schauen wir in den Tag, die Wochen, die vor uns liegen. Frau Holle scheint sich entschlossen zu haben, es in den nächsten Tagen schneien zu lassen. Und ich werde geduldig abwarten, bis die Voraussetzungen gut sind und ich mit meiner derzeitigen Vorfreude, meiner Begeisterung und Leidenschaft den Raum geben kann, um locker meine Spuren in den frischen Schnee zu ziehen….

Die Natur interessiert sich nicht für Kalendereinträge oder persönliche Vorhaben. Gegebenheiten, die nicht zu ändern und doch zu nutzen sind. Vorausgesetzt der Kopf lässt es zu.

Gemäss meinen Beobachtungen in den vergangenen Monaten hat sich die Natur gut vorbereitet und Frau Holle hat lediglich einen verlängerten Urlaub eingegeben, um dann mit voller Kraft die Welt zu verhüllen. Da die Sonne dann nicht scheint, hatten wir alle die Gelegenheit reichlich Licht zu tanken, in den Monaten der langen Dunkelheit.

Lauferei

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Mein Gefühl erzählt mir, dass ich selbst im April noch ganz wunderbar Skifahren werde, die längeren Tage und die intensiven Sonnenstrahlen geniessen werde. Selbst dann noch, wenn im Kalender Frühling – Ostern steht und eigentlich ein neues Aktivitätskapitel aufgeschlagen werden sollte. Sich dem Lauf der Natur hingeben und ihren Zauber Beachtung schenken, schätzen und für sich nutzen. Egal, was der Kopf erzählt….

Sollte mein Gefühl so falsch liegen, werde ich nie wieder ein Wort mit den dicken Gemsen reden, die gigantischen Ameisenhaufen mit Missachtung strafen und die Fülle der Natur wahrnehmen, allerdings nicht mehr interpretieren.

Stattdessen werde ich mich dem Lauf der Natur hingeben und meine Skischuhe schon mal in Position stellen.

Frau Holle und ich sind ausgeschlafen und fit für die Zeit, die vor uns liegt.

Einen sonnigen Gruss an Dich

Erika

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Zwischen den Zeiten und den Jahren

Zwischen den Wolken hat sich mir gerade der Mond gezeigt. Er nimmt zu und ich auch. Schokolade und Plätzchen sind einfach zu gut. Es ist okay. Vorweihnachtszeit!

Ich bin träge. Die Wanderschuhe stehen geputzt im Regal. Die Skitiefel habe ich noch nicht hervor geholt. Es ist okay. Ruhezeit!

Lauferei

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Alles erledigt. Alles verschickt. Noch 3 Arbeitstage. Pflichtfreiezeit!

Lauferei

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Weihnachtsfeiertage Familienzeit!

An Silvester einen Blick zurück: Es liegt ein „lauffreudiges“, abwechslungsreiches und schönes Jahr hinter mir! Danke-Zeit!

Lauferei

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366 Tage im neuen Jahr warten auf mich. Ideensprudelzeit!

Und es ist Zeit Dir von Herzen „Danke“ zu sagen, für Dein Mit-laufen, lesen, kommentieren.

Ich wünsche Dir und deinen Lieben ein friedliches Weihnachtsfest und ein zufriedenes, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr. Pass gut auf dich auf und auf bald….im 2016

Erika

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Lesetipps

Lauferei

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„Hallo! Nichts mehr zu lesen?“

Die Sehnsucht des Vorlesers“ von Jean-Paul Didierlaurent

einfach eine schöne Geschichte, sehr gut geschrieben und am Ende bleibt ein tiefer Seufzer und ein Herzerwärmtes „Ach…“

und derzeit lese ich das neue Buch von Bertrand Piccard „Die richtige Flughöhe“. Er ist nicht nur Pionier, Abenteurer, sondern auch Psychiater. In dem Buch schlägt er einen Bogen von der Fliegerei zu den grossen Lebensfragen, um dem Leben neue Impulse zu geben.

Da ich mich nicht jeden Abend vor dem Schlafen gehen mit Psychologie auseinander setzen möchte, lese ich dazwischen, „Und Gott sprach: Du musst mir helfen!“ von Hans Rath. Eines seiner Bücher „Und Gott sprach: wir müssen reden“ hat mir schon sehr gut gefallen. Ein Buch voller Humor und Ironie auf den ersten Seiten…

 

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Reifezeit

Manche Entscheidungen brauchen Zeit. Zeit, die man dem Leben manchmal geben darf, damit sich der Nebel lichten kann und um klar in die Zukunft zu blicken.

Lauferei

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„Schaug ma mal…“ sagte ich an unserem letzen Tag des Yoga-Wochenendes vergangene Pfingsten im Münstertal.

Während des letzten Aufenthaltes in Valchava musste eine Entscheidung getroffen werden, um zu planen und zu organisieren: „Yoga – Wandern – Geschichten“ findet zum 2. Mal an Pfingsten 2017 statt.

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Manche Entscheidungen werden innert Sekunden getroffen, klar und voller Gewissheit: an Pfingsten 2016 bin ich in Valchava und werde wandern gehen.

 

Lauferei

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Auf meinen liebsten Wegen laufen und sicherlich Neue entdecken, sowie die Lerchen und Arven besuchen, die mich dann in der überschwänglichen Energie des Frühlings empfangen werden.

Und wer möchte, kommt einfach mit mir mit. Ob alleine, mit Freunden, mit dem Partner, der Partnerin. Individuell und frei.  Alles können, nichts müssen. Abends gemeinsam Essen und den Tag Revue passieren lassen.

Gesagt, getan…jetzt steht im Veranstaltungskalender im Hotel Central in Valchava „Wandern und die Seele baumeln lassen“….
12. – 16. Mai 2016,
wobei jedem frei gestellt ist, seine Aufenthaltsdauer frei zu wählen.
Reservierung vor Ort im Hotel Central in Valchava, Val Müstair mit einem Vermerk „Erika“

Nähere Info`s werden folgen…

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Entscheidungen, ob spontan oder nach reiflicher Überlegung haben Konsequenzen.

Meine neuen Wanderschuhe müssen sich bis dahin mit meinen Füssen angefreundet haben. Derzeit ruhen sie und die Skischuhe warten…

…alles zu seiner Zeit und im richtigen Moment…

liebe Grüsse

Erika

 

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Besinnlichkeit der Berge

Es ist der Klang eines Namens und seine Kraft, die er in sich trägt. Seine Faszination einen magisch anzieht und nicht loslässt. Dem Ruf eines Namens folgend, mag es an Verliebtheit grenzen.

Der tiefe Wunsch in seine einzigartige Energie einzutauchen, sich in der Geborgenheit seiner Welt zu bewegen, allen Widrigkeiten zum Trotz, sich wohl und beschützt zu fühlen. „Tamangur“

Lauferei Ofenpass Richtung Müstair

Lauferei
Ofenpass Richtung Müstair

 

Auf der Fahrt ins Val Müstair begrüsst uns der Himmel strahlend blau und während die Dämmerung das Licht im Tal verschluckt, zeigen sich uns die Könige der Wälder und ihre Gefolgschaft bei der Abendmahlzeit. Prächtige Hirsche bleiben für einen kleinen Moment stehen, bevor sie sich wieder in den Wald zurückziehen, gefolgt von ihrem Rudel.

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Herzlich und vom Duft des Arvenholzes empfangen, wohnen wir im Hotel Central in Valchava.

Am nächsten Tag folgen wir dem Ruf und der Faszination „Tamangur“…eine Wanderung durch das Winterwunderland des Münstertals in Graubünden.

 

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Hier hat die Welt ihre Farben verloren. In der tiefen Stille und Einsamkeit ist die Unendlichkeit des Daseins spürbar. Raum und Ruhe um bei sich zu bleiben, mit jedem Schritt den alten, mächtigen Riesen des Waldes näher kommend, sind wir selbst so klein und doch so gross…

Lauferei Alp Astras - Tamangur

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Alp Astras – Tamangur

Die Wolken senken sich und schütten Schneeflocken auf die Welt und auf uns. Deckt zu, verhüllt und schmückt..

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lassen wir uns unter einer alten Arve in ihrer Verwurzelung nieder.

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Ja, es mag an Verliebtheit grenzen, ein bisschen verrückt und so einzigartig schön.

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Auf dem Rückweg öffnet sich der Himmel für einen kleinen Moment, die Sonne wärmt und taucht die Welt in Pastellfarben und schickt 3 Bartgeier in die Lüfte. Wir werden zu lautlosen Beobachtern mit schneller, werdendem Herzschlag…ja, es ist Verliebtheit in die Schönheit dieser Welt.

 

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Zwei Freunde durchwandern die Bergwelt, alleine aber nicht einsam, erfüllt und zufrieden, greifen die Wanderschuhe im Schnee zurück ins Tal, zurück in die Wärme der Stube und Gastfreundschaft.

 

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Einander Lebenszeit schenken, dem Ruf des Herzens folgen und mit allen Sinnen einen Ort und sich selbst erfahren, und Besinnlichkeit bekommt eine tiefe Bedeutung.

Eine friedliche, schöne Adventszeit wünsche ich dir, mit einem kraftvollen Gruss von Tamangur in deine Welt

Erika

 

Hotel Central Valchava

Arvenwald Tamangur von Lü im Val Müstair, Graubünden Richtung S-charl über den Pass Costainas laufen

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Wiedersehensfreude

Viel Zeit ist vergangen, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben..

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mein Leihhund und ich waren schon lange nicht mehr gemeinsam unterwegs.

Viel Zeit ist vergangen, seit der Winter uns sein weisses, pulvriges Kleid gezeigt hat..

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nur wenige Menschen sind unterwegs. Das Skidorf ruht noch.

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Aus den Wäldern dampfen Schneekristalle dem Himmel entgegen…nur das gleichmässige Brummen der Schneekanonen ist zu hören.

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Aus den Herzen ist ein Kinderlachen zu hören. Mein Leihhund und ich freuen uns, über das Wiedersehen mit dem Winter und dem Schnee und würden am liebsten bleiben…

Lauferei

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doch wir sehen uns wieder!

Eine schöne Woche wünsche ich Dir

Erika

P.S. vom 18. bis 28. Dezember 2015 findet der Zauberwald auf der Lenzerheide statt. Ein Licht-, Musik- und Atmosphärenspektakel

http://www.lenzerheide.com

 

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Ein Lächeln und Lesetipps

Mit 100 km/h fahre ich über die Autobahn, es regnet in Strömen. Die Berge sind schemenhaft in grau gehüllt. Die ganze Umgebung hat dunklere Farben angenommen…und aus heiterem Himmel fliegt ein gelber Luftballon auf die Autobahn….mit einem Lächeln fahre ich nach Hause…und wünsche Dir ein schönes Wochenende.

 

Seit 2 Monaten halte ich das erste Mal wieder ein richtiges Buch in meinen Händen. Für meine Peru-Reise habe ich mir einen E-Reader „Tolino Vision 2“ gekauft und bin sehr zufrieden damit. Jetzt ist er unterwegs nach Indien…ohne mich…

Gelesen habe ich:

„Die unentdeckten Talente der Miss Merrywell“ von Eva Rice
Eine gut erzählte Geschichte. Humorvoll und kurzweilig.

„Zwanzig Zeilen Liebe“ von Rowan Coleman
Abschiedsbriefe von Menschen im Hospiz. Traurig und voller Liebe

„Das Jahr der Wunder“ von Amy Hatvany
eine Geschichte über Organspende. Liebevoll, berührend und gut erzählt.

„Das Meer in deinem Namen“ und „Das Licht in deiner Stimme“ von Patricia Koelle
Folgeromane – absehbar, leichte Kost, die ich gerne vorm Schlafen gehen gelesen habe

Mein derzeitiges Buch: „Gespräche mit meiner Katze“ von Eduardo Jauregui
Deckeltext: „Ein Roman, der mitten ins Herz trifft. Erfrischend und voller, schneller, witziger Dialoge.“
Die Katze ist mir schon mal sympathisch und die Protagonistin Sara steht vor einem Burn-out.

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Irritiert

Leicht irritiert ist die Welt, der Mensch,

Lauferei

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die Natur

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die Tiere an diesem warmen, klaren Novembertag.

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und was machen wir da?

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Raus in die Natur, frische Luft und den eigenen Herzschlag  und den Boden unter den Füssen spüren.

Mit einem beschwingtem Ohrwurm im Ohr..

Herzliche Grüsse

Erika

 

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Nimm mich bei der Hand

Nimm mich bei der Hand und zeig mir das Leben.
Erkläre mir die Welt, erkläre mir die Worte und den Sinn, den ich nicht zu verstehen vermag.

Lauferei

Lauferei

Nimm mich bei der Hand und zeig mir,
wie ich ohne Angst laufen kann,
ohne Zweifel mit festen Schritten auf meinem Weg gehe.

Lauferei

Lauferei

Nimm mich bei der Hand und öffne mir die Augen
für die Schönheit des Augenblicks.
Lass mich mit dir zusammen der Melodie der Lebendigkeit lauschen.

Lauferei

Lauferei

Nimm mich an der Hand,
denn meine Seele ist in der Vertrautheit zu Hause.

Zeig mir, wie es sich anfühlt dem Lebensplan zu vertrauen,
Energie in mein tägliches Werk zu investieren
und dabei niemals die Hoffnung zu verlieren.

Lauferei

Lauferei

Nimm mich bei der Hand,
denn deine ist die, die zu meiner gehört,
als wäre es meine Eigene.

Nimm mich an der Hand,
lass uns nebeneinander sein,
jedem dem anderen zeigen, was er nicht sieht.

Lauferei

Lauferei

Lass uns lieben,
die Welt – das Leben – dich – mich.

Auch wenn es uns manchmal schwer fällt.

 

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Trekking von Lodge zu Lodge III – das Ziel Machu Picchu

Die ultimative Vorstellung für das Erreichen der Inka-Stadt Machu Picchu ist die Wanderung hinauf in den frühen Morgenstunden, um den mystischen, weltberühmten Berg im Licht der aufgehenden Sonne zu erleben.

Entsprechend enttäuscht zeigten sich unsere Gesichter, als wir am Abend zuvor den Zeitplan und den Ablauf mitgeteilt bekommen haben. Wir fahren mit dem Bus hoch. Ok.

 

Lauferei

Lauferei – Aguas Caliente menschenleer?

 

Es gibt verschiedene Wege Machu Picchu zu erreichen. Eine Wanderung führt durch das Sonnentor über die Bergflanke in die Ruinen. Ein Weg von Westen kommend ist derzeit gesperrt gewesen, wegen einem Erdrutsch, der den Weg zerstört hat und zuletzt, der Weg über viele, hunderte Stufen und an der Strasse entlang. Auf ihr fahren auch Unmengen Busse hinauf und dieser, ist definitiv die schlechteste Wahl.

In der Nacht hat es stark geregnet und am nächsten Morgen sind alle umliegenden Berge in dicke Wolken und Nebel gehüllt. Die Gesichter werden noch länger und entäuschter, allerdings haben wir es überhaupt nicht mehr eilig und bei der Schlange, die uns erwartet eine Geduld fördernde Erscheinung. Sobald die Busse starten, geht es Schlag auf Schlag. Jeder Platz wird besetzt und ab gehts nach oben. Zügig fahren die Busfahrer die kurvenreiche, trotz nächtlichen Regens staubige Strasse den Berg hinauf und spucken Touristen aus allen Ecken dieser Welt aus.

Lauferei es stehen alle in der Schlange zu den Bussen

Lauferei
es stehen alle in der Schlange zu den Bussen

 

Gemessen an den Menschenmassen, fühle ich mich ein bisschen wie bei Schloss Neuschwanstein oder auf dem Oktoberfest.  Doch alles läuft sehr ruhig und friedlich ab.

Lauferei Eingang zu Machu Picchu

Lauferei
Eingang zu Machu Picchu

 

Wir steuern direkt auf den Wayna Picchu zu und bewegen uns durch die vom Nebel verschleierten Ruinen. Er: „Vor lauter Nebel sieht man ja gar nix!“ und ich: „Gerade das ist ja das Schöne. Da werden deine Bilder noch mystischer. Schön-Wetter-Bilder kann ja jeder.“

Er: „Scheisswetter! Da sehen wir keinen Berg und nix!“ und ich: „Seit mehr als 10 Jahren träume ich davon hier zu sein. Du wirst doch nicht glauben, dass ich Machu Picchu nicht sehen werde! Der Nebel und die Wolken werden sich lichten und die Sonne wird kommen. Der Petrus is a Bayer!“ Er lacht mich aus. Ich lass ihn lachen…ich weiss es, ich vertraue und freu mich einfach…

 

Lauferei

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Während des gesamten Trekkings sind wir nicht so schnell gelaufen. Wir müssen! Denn wir haben eine Eintrittszeit für Wayna Picchu, die in wenigen Minuten abläuft. Mit der Nummer 88 darf ich mich in das Eintrittsbuch eintragen und muss mich auch wieder bei verlassen austragen!

Der Aufstieg über gefühlte 2000 Stufen in unterschiedlichen Höhen und Tiefen, teilweise wirklich gefährlich schmal am Hang, dauert ca. 1 Stunde und wir alle schwitzen und schnaufen. Doch der Weg wird begleitet von zunehmend blauen Himmel und der Sonne, die dazwischen hervorblitzt.

Lauferei

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Je weiter sich der Himmel für uns öffnet, desto grösser ist meine Freude und die Energie, die mich hinaufträgt. Und dann sind wir oben…und ich darf zuschauen, wie die Wolken verschwinden und mein Traum sich vor mir in seiner gesamten Schönheit offenbart.

Lauferei

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Ein Erlebnis voller Zauber und Magie, als wollte der Berg mir sagen: „Schau her, hier bin ich!“

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Und das ist der Moment, da sprudelt mein Herz über und Tränen fliessen…aus Freude, aus Dankbarkeit, aus Stolz und einfach weil ich hier bin, ein Traum wahr wurde und ich nicht einen Moment an mir, an dieser Reise und an meinem Glück gezweifelt habe.

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Und solltest du einen Traum haben, glaube an ihn, trage deinen Teil dazu bei und achte auf das Leben, wie es dir einen Zufall und ein Puzzleteil nach dem anderen vor die Füsse fallen lässt. Heb sie auf, füge sie zusammen und gehe deinen Weg, deinem Traum entgegen.

 

Lauferei

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Wir verweilen lange auf Wayna Picchu, es ist so ruhig hier und nur wenige Menschen sind um uns herum. Die gefühlten 2000 Stufen müssen wir auch wieder hinunter. Meine Knie sind heute noch traumatisiert. Uns kommen die nächsten Berggänger schwitzend und schnaufend auf den engen Treppen entgegen.

Das Rätsel um die Inka-Stadt Machu Picchu wird wohl niemals gelöst. Vielleicht ist das mit ein Grund, weshalb es so viele Menschen hierher zieht. Viele Fragen sind unbeantwortet und vielleicht suchen die Menschen hier oben die Klärung ihres eigenen Mysteriums, ihre Antworten… Man muss nur die richtigen Fragen stellen. Der Berg gibt dir seine Antworten und vieles klärt und beantwortet sich auf dem Weg hierher.

Plötzlich sind es mir zu viele Menschen und ich laufe zum Ausgang Richtung Bus, stelle mich in die Schlange und treffe auf unseren Guide und den Rest unserer Truppe.

Mit dem Zug fahren wir nach einem späten Mittagessen zurück Richtung Cusco. Die Fahrt, die Landschaft, der gesamte Rest des Tages rauscht an mir vorbei. Beseelt und ganz bei mir, lass ich mich nach Cusco schaukeln.

 

 

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