Trekking von Lodge zu Lodge Teil II

Der Boden ist trocken – staubtrocken! Die Flüsse werden gespeist von den Gletschern und die Pflanzen in den Bergen ernähren sich von der zunehmenden Luftfeuchtigkeit, bis es zu regnen beginnt. Die Regenzeit steht vor der Tür und mit ihr der Frühling in Peru.

Von Tag zu Tag wird das Gras in den Bergen grüner, ein Blümchen mehr kommt hinzu und auf unserem Weg hinunter in den Nebelwald, der uns mit sattem Grün empfängt, zeigt sich spärlich, aber dennoch hier und da eine Orchidee. Auch die Kolibris, die wir sehen – sofern die Augen schnell genug sind, sehnen vermutlich den Tag herbei, da sich die Blütenpracht entfalten wird.

Lauferei

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Wir laufen abwärts. Konzentration auf den Weg und immer wieder temporeicher Gegenverkehr.

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Auf halber Wegstrecke machen wir Pause. Meistens wurde unsere Brotzeit umgehend wahrgenommen und alle freilaufenden Vierbeiner waren zur Stelle.

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Ein friedliches, idyllisches Plätzchen an dem sich alle vertragen und jeder seine Portion abbekommt.

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Und jeder Fremde willkommen ist.

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In der Nähe von Mesada 2800 m ü. M. erreichen wir unsere nächste Lodge, d. h. hier kommt meine 1. Tirolienne bzw. Seilrutschenfahrt. Ich wäre so gerne nochmal…

Lauferei Tyrolienne Seilrutsche

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Tyrolienne Seilrutsche

 

Zur Begrüssung gibt es heute Chicha Morada, ein typisches peruanisches Getränk ohne Alkohol, hergestellt aus Lila-Mais. Sehr süss und sehr bekömmlich. Ein weiteres Getränk, der Pisco Sour Cocktail (Traubenschnaps, Limettensaft, Läuterzucker und Eiweiss) hat es mir auch angetan, allerdings mit unverzüglicher Wirkung auf meine Synapsen.

 

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Lauferei – Lucma Lodge Collpapampa

Zeit zum entspannen, lesen, schreiben oder für ein Nickerchen in dieser schönen Lodge.

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Am nächsten Morgen geht’s weiter abwärts, den Santa Teresa Fluss entlang zu unserer nächsten und letzten Lodge auf 2100 m ü. M. Unser ca. 6 stündiger Marsch wird flankiert von unzähligen, bunten Schmetterlingen. Hier wird mir bewusst, dass wir bald in der Nähe des Machu Picchu sein werden und am Ende unseres Trekkings.

 

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Eigentlich laufe ich gerne am Ende einer Gruppe. Hier nicht. Das Ende ist besetzt. Ich laufe direkt hinter dem Guide, in der Hoffnung weit genug weg zu sein von der Spezies „Walk and Talk“. Diese Spezies existiert in jeder Gruppe, stirbt niemals aus und verliert auch niemals an Gesprächsstoff, auch wenn es noch so belanglos ist. Doch dieser Spezies habe ich es zu verdanken, dass ich als eine der ersten auf dem Salkantay-Pass war. Danke schön.

 

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Die Temperaturen wären angenehm um in kurzer Hose zu laufen. Die lieben Moskitos…

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Die Vegetation ist sehr üppig und auf den letzten Metern, die zum offiziellen Inka-Trail gehören und zu unserer Lodge in Lucmabamba führen, laufen wir an Kaffeeplantagen und Bananenstauden vorbei. Am Abend besuchen wir eine Kaffeerösterei bei einer sehr sympathischen Familie. Ach, wenn ich doch nur spanisch sprechen könnte…

Hier sehe ich auch zum zweiten Mal in diesem Jahr Glühwürmchen…ganz viele!

Lauferei

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Das war die letzte Nacht in einer Lodge. Jede für sich ist einzigartig und an wunderschönen Plätzen. Wir wurden überall sehr aufmerksam und herzlich betreut. Ich habe mich sehr wohl und geborgen gefühlt.

Die letzte Etappe Richtung Aguas Calientes steht an, die uns über den Patallacta Pass 2700 m ü. M. führen wird.

Lauferei

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Es ist ein warmer Morgen und wir können lange im Schatten laufen. Die Moskitos schlafen noch…

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Ein kleiner Rastplatz mit einer atemberaubenden Aussicht. Das ist auch die erste Strecke auf der wir wenigen Wanderern begegnen oder sie überholen.

Lauferei

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Nachdem wir den höchsten Punkt in einem Wald erreicht haben, geht es wieder abwärts und schon bald kommt ein Guckloch im Wald mit einer kleinen Klippe und einer nach dem anderen darf dort stehen. Da ist er:

Lauferei Machu Picchu

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Machu Picchu Südwest-Seite

Ist das nicht wunderschön?

Diesen Ausblick haben wir auch von dem Restaurant aus, in dem wir unser Mittagessen bekommen. Für mich ist das Essen Nebensache. Ich blicke auf diesen mystischen Berg und bin erfüllt von dem Gedanken, meinem sehr alten Traum so nah sein zu dürfen und dem unbeschreiblichen Gefühlen in mir.

Nach dem Essen gehe ich sofort hinaus, setze mich auf eine Bank und geniesse diesen Moment…nur für mich….

doch schon bald gehts weiter, nachdem wie immer, jeder das stille Örtchen aufgesucht hat und bevor uns die Moskitos auffressen.

Jedes Restaurant, jeder kleine Rastplatz mit einem Kiosk und einer Toilette waren sehr gepflegt und sehr wichtig: die WC`s sehr sauber. Teilweise mussten wir 1 Soles zahlen, das aber gerne. Freiluft-Pinkler werden von Moskitos bevorzugt behandelt.

Das letzte Stück nach Aguas Caliente fahren wir mit dem Zug. Wir übernachten in einem sehr schönen, modernen Hotel und hier bekomme ich nach langer Zeit, leichten Entzugserscheinungen endlich einen Espresso! War der gut!

Aguas Caliente ist das peruanische Zermatt. Sammel- und Ausgangspunkt für all jene, die zum Machu Picchu möchten.

Morgen werde auch ich dort oben sein….

 

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Trekking von Lodge zu Lodge Teil I

„Mach kleine Pausen und nimm Dir Zeit zu geniessen. Das Ziel ist nur so schön, wie die Reise selbst.
Versuch Deine Gefühle, die Ruhe und Gelassenheit, die Du spürst, mit bestimmten Erlebnissen und Landschaften auf der Reise zu verbinden. Es wird dir helfen, Dich zu erinnern, wenn du wieder zuhause bist.
Denke an die wichtigen Menschen in Deinem Leben. Wenn sie an Deiner Seite sind, teile die schönen Momente mit ihnen. Sind sie nicht bei Dir, dann leihe ihnen Deine Augen.
Lerne: mit jedem Schritt, jedem Wort, jedem Eindruck.
Nimm Dir ein kleines Andenken mit, auch wenn es noch so klein ist und erzähl den Menschen zuhause, wo Du es gefunden hast und was es für Dich bedeutet.
Schau mindestens einmal in der Nacht zum Himmel empor und versuche zu verstehen, wie sich unsere Vorfahren von den Sternen haben leiten lassen.
Lass dich fallen, tu etwas was Du normalerweise vielleicht nicht tun würdest.
Geniesse es einfach….“
Mountain Lodges of Peru
http://www.mountainlodgesofperu.com

Mit diesem Text vom Veranstalter unseres Trekkings von Lodge zu Lodge und unserer Marschroute mit näheren Informationen startete unser 6-tägiges Trekking, nach dem wir von Cusco nach Mollepata gefahren wurden.

Schon als ich sie einpackte war mir bewusst, dass dies unsere letzte gemeinsame Wanderung sein würde. Meine Wanderschuhe und ich. Wir hatten keinen leichten Start, doch im Laufe der Jahre und mit jedem Meter verschmolzen wir und wurden ein gutes Team. Wir waren schon öfters im Ausland und jetzt hier, auf diesem langen, langsam ansteigenden 4-stündigen Weg, der von einer Wasserversorgungsrinne flankiert wird. Das Ziel liegt irgendwo dort hinten am Ende des Tals. Soraypampa und die Salkantay Lodge in der wir 2 Nächte schlafen werden.

Lauferei

Lauferei

Immer wieder wird angehalten um Wasser zu trinken. Und auch, um es wieder loszuwerden.

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Lauferei -Hochplateau von Soraypampa 3800 m ü. M.

Kaum angekommen an der Lodge heisst es: Schuhe ausziehen – Hände waschen mit einem lauwarmen Waschlappen, der von freundlichen Mitarbeitern zusammen mit Coca-Tee vor dem Eingang gereicht wird, und Nase putzen. Dieses Zeremoniell werden wir noch öfters erleben, danach werden die Wanderschuhe abgeholt und geputzt.

Lauferei

Lauferei

Nächster Tag: Akklimatisierungswanderung Richtung Gletschersee. Ich puste ganz schön und irgendwann lasse ich die drei Männer hinter mir vor, die das Tempo angezogen haben. Ein Teil der Gruppe nimmt einen anderen Weg und sieht die traumhaften Farben dieses Gletschersees leider nicht. Die beiden dominanten Berggipfel der Vilcabamba Kette mit dem Humantay 5900m und Salkantay 6300m bleiben auch an diesem Tag von Wolken verhangen.

Lauferei

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Am darauffolgendem Morgen, es ist noch sehr früh, liegen sie makellos, majestätisch und traumhaft schön im Licht der noch jungen Sonne.

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Lauferei Salkantay

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Lauferei Humantay

Es ist absolut still…….der friedlichste, intensivste Moment eines beginnenden Tages….

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Unsere Begleitpferde sind bereit. Eines trägt Wasser und die Notfalltasche. Das andere übernimmt den Sanitätsdienst, falls jemand nicht mehr laufen möchte. Das war nicht der Fall.

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Bis zum Salkantay-Pass auf 4650 m sind wir ca. 4 Stunden unterwegs und begegnen immer wieder Gegenverkehr. Dieser Pass wird nicht nur von Wanderern benutzt. Die Lodges werden mit Pferden, Muli und Eseln als Transportmittel versorgt. Denn die Salkantay Lodge ist die letzte, die mit dem Auto erreichbar ist.

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Und immer wieder schnell aus dem Weg…

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Unser Lauftempo ist sehr langsam, mit sehr vielen Trinkstopps und je höher wir kommen, desto mehr macht sich die dünne Luft bemerkbar. Die letzten Meter werden härter.

HandyOktPeru2015 185

Geschafft! Mein erster 4000er! Für zwei weitere Wanderkumpels ist es auch ihr höchster Punkt. Alle sind glücklich und zufrieden, den anspruchvollsten Weg geschafft zu haben.

Lauferei

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Ein Blick zurück, bevor es 2 Stunden abwärts geht Richtung Wayraccmachay 3800 m zur nächsten Lodge, die sich an der Nordwand des Humantay befindet.

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Lauferei – talabwärts

Auch hier heisst es: Schuhe ausziehen – Hände waschen – Nase putzen und Zimmer beziehen. Eine wunderschöne Lodge, die unserer Gruppe für diesen Abend alleine gehört.

Am nächsten Morgen laufen wir Richtung Collpapampa durch den Nebelwald „Ceja de Selva“ – Wolkenstreif des Dschungels.

Lauferei

Lauferei

Die Vegetation wird üppiger und abwechslungsreicher, die Luft feuchter und wärmer, und die Moskitos werden auch auf uns warten…

Ich wünsche einen guten und sonnigen Wochenstart und bis bald…

Erika

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Der Herzschlag eines Landes

Der Herzschlag und die Lebendigkeit eines Landes – einer Region wird fühlbar durch die Menschen, denen man während einer Reise begegnet, sie beobachtet und kennenlernen darf.

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Lauferei – sie reden gerne – Marktfrauen im Colca Tal

 

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Lauferei – sie sind geschäftstüchtig – Hutverkäuferin in Cusco

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Lauferei – traditionsbewusst – Souvenirverkäuferin im Colca Canyon

 

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Lauferei – unaufdringlich, teilweise schüchtern

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Lauferei – zuverlässig und aufmerksam – Hirtenjunge am Patapampa-Pass

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Lauferei – sie werden alt, gebeugt und sind dennoch gut zu Fuss

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Lauferei – sie spielen gerne und mit allem

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Lauferei – sie sind fürsorglich

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Lauferei – herzlich, auch wenns ums Geld geht – Zahlstelle am Eingang zu den Uros-Inseln im Titicaca-See

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Lauferei – sie erklärt die Lebensweise mit Witz und viel Humor – auf einer Uros-Insel mit Einwohnerinnen

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Lauferei – sie sind stolz auf ihr Handwerk – Kaffeeröster in Lucmabamba

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Lauferei – ihnen ist kein Aufwand zu viel – traditionelles Erdfeuer in dem Fleisch, Gemüse und Kartoffeln gegart wird

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Lauferei – er sorgt für unser kulinarisches Wohl – er bekochte uns ausgezeichnet während des Trekkings

 

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Lauferei – sie sind keine Morgenmuffel – unsere Packmeister während des Trekkings frühmorgens

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Lauferei – sie können anpacken und haben es im Griff

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Lauferei – sie sitzen gerne beisammen und ruhen sich aus

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Lauferei – sie heben ab und kommen auch an – Myriam unser 2. Wanderguide während des Trekkings. Die Fahrt mit der Tirolienne oder Seilrutsche hat Riesenspass gemacht

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Lauferei – er ist stolz auf sein Land und zeigt es gerne – Manuel unser Reiseleiter aus dem Hochland von Cusco, mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen, obwohl er niemals in einem deutschsprachigen Land zu Gast war.

Mit der Kraft meines Herzschlags wünsche ich euch ein schönes, sonniges Wochenende und liebe Grüsse

Erika

 

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Mit jedem Schritt..

Mit jedem Schritt hinaus aus der Gewohnheit, hinein in ein unbekanntes Land,
mit jedem Schritt und der Berührung fremden Bodens zieht dich diese Welt in ihren Bann.
Mit jedem Schritt wirst du wacher, klarer und kommst an.

Lauferei Ankunft in Arequipa

Lauferei
Ankunft in Arequipa

Lauferei Klosterhof Arequipa

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Klosterhof Santa Catalina Arequipa

 

Jeder Schritt in der Natur gibt dir die Chance zur Entschleunigung inmitten der Lebendigkeit um dich herum, und  je weiter du läufst, desto lauter hörst du wieder deinen Herzschlag und fühlst deinen Puls.

 

Lauferei Klostergarten in Arequipa

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Klostergarten in Arequipa

Du siehst Farben und Strukturen klarer. Suchst nach Verborgenem.

Lauferei Klosterdorf in Arequipa

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Klosterdorf in Arequipa

Mit jedem Schritt verändert sich die Umgebung, das Licht, die Schatten, die Stimmung, die Gefühle und deine Wahrnehmung.

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Lauferei – Vicunas im Nationalpark Aguada Blanca

Die Landschaft öffnet sich und mit ihr dein Herz.

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Lauferei – Alpakas und Lamas

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Lauferei – Raststation am Patapampa-Pass 4800 m ü. M.

Die Luft wird dünner, dein Herz schlägt schneller, du brauchst mehr Luft….es ist genug da.

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Lauferei – Colca Canyon

Lauferei Colca Canyon

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Colca Canyon

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Lauferei – Colca Canyon

Kein Berg, kein Tal, kein Fluss und keine Landschaft gleicht der anderen. Einzigartig und individuell, wie jedes Fleckchen Erde und jedes Lebewesen offenbart sich die Schönheit in diesem einen Moment.

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Lauferei – Wanderung am Uyo-Uyo 3525 m ü. M.

Mit jedem Schritt gewöhnst du dich an die Höhe, an die Umgebung und lauschst der Stille, die das Tal beherrscht. Nichts dringt an dein Ohr. Selbst der Wind ist still.

Mit jedem Schritt wirst du langsamer und kommst bei dir – in einer fremden Welt an. Du fühlst dich wohl und geborgen inmitten der Natur.

 

Reiseinfo:

Flug: Zürich – Madrid – Lima – Arequipa

Fluggesellschaft von Madrid bis Arequipa LAN

Arequipa – sehr schöne Kolonialstadt mit Gebäuden aus weissem Tuffstein. Ausgenommen dem Kloster, das sich in den typischen Inkafarben präsentiert.

Patapampa-Pass weit – endlos – unendlich mit wilden Vicunas und grossen Alpaka und Lamaherden.

Colca Canyon unbeschreiblich schön, mit den von Menschenhand erschaffenen Terrassen

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Erstmal…

…eine Scheibe frisches Bauernbrot mit Leberwurst…währenddessen die Waschmaschine so richtig schöne schmutzige Wäsche zu waschen bekommt.

Und dann realisieren: ich bin wieder zu Hause!

Es war eine perfekt organisierte Reise in einem überwältigendem, facettenreichen und faszinierendem Land. Ganz erfüllt und angefüllt von Bildern, Eindrücken, Stimmungen, Gefühlen und tiefer Zufriedenheit und vorallem Dankbarkeit sortiere ich das Erlebte, und werde nach und nach Peru mit euch teilen.

Erstmal…Antworten auf die Fragen zu meinem Beitrag vor meiner Reise:

….all die Städte, Landschaften und Täler haben tiefe Eindrücke hinterlassen.

Lauferei

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….meine Beine haben mich locker durch die Anden getragen und die Höhe war eine spezielle Erfahrung…alles gut gegangen….

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Lauferei – Salkantay Pass 4630 m ü. M.

…die peruanischen Esel sind sehr schüchtern und noch eigensinniger als ein bayrischer Sturschädel.

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…ein Condor hat mir nicht auf den Kopf geschissen. Seinen Flügelschlag und majestätischen Flug über meinem Kopf hat nicht nur mich voller Begeisterung staunend in den Himmel blicken lassen.

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….die Vielzahl an Kartoffeln ist unüberschaubar…und ja, sie schmecken sehr gut.

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…50 Jahre fühlt sich gut an, im speziellen mit und durch diese Reise. Mit kindlicher Neugierde werde ich auch weiterhin um die Ecke und auf meinen Weg blicken.

Lauferei

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Einen guten Start in die Woche und liebe Grüsse

Erika

 

 

 

 

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El Condor pasa

„Komm, mein Kind! Du stehst schon so lange an diesem Ort.
Hab keine Angst, breite deine Flügel aus und lass dich vom Wind in die Ferne tragen.“
Ein tiefer Atemzug, der Blick zum Horizont. Mit einem Lächeln im Gesicht bringt sie ihre ausgebreiteten Flügel in Bewegung und springt…
„Flieg!“

Lauferei

Lauferei Seebenalpsee mit Sächsmoor

Ich geh dann mal…

….schauen, wie es in Arequipa, Colca Canyon, Titicacasee, Puno, Cusco, Soraypampa, Salkantaypass, Aguas Calientes, Machu Picchu und Lima ausschaut.

…testen, ob mich meine Beine locker durch die Anden tragen und mein Körper in der Höhe voll funktionsfähig ist.

…herausfinden, ob die peruanischen Esel bayerisch verstehen.

…aufpassen, dass mir der Andencondor nicht auf den Kopf scheisst.

….probieren, ob die Kartoffeln in ihrem Heimatland besser schmecken.

…und werde 50. Ein halbes Jahrhundert hinter mir und noch einiges vor mir. Neugierig, dankbar und frei von Erwartungen freue ich mich auf meinen Weg.

…mit „Schwammerl in die Knie“ und Abenteuerlust.

Lauferei

Lauferei

 

…mit diesem Bild der Energie und Kraft eines neuen Tages und der Aufbruchstimmung verabschiede ich mich bis Ende Oktober.

Ich danke allen von ganzen Herzen für euer „Hier-Sein“ und „Mit-Lauferei“. Lasst es euch gut gehen, bleibt gesund und geniesst den Moment.

 

Lauferei

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Ich geh dann mal….und komme wieder…

Liebe Grüsse

Erika

El Condor – der fliegende Götterbote

Mit einer Flügelspannweite von bis zu 3 m gehört er in der altperuanischen Mythologie zu den wichtigsten Tieren. Er ist der fliegende Götterbote und Mittler zwischen Himmel und Erde.

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Es ist still geworden…

Es ist still auf den Bergen. Die Kühe sind wieder zu Hause in ihrem heimischen Stall. Wanderer sind wenige unterwegs. Es ist kalt und es hat in der vergangenen Nacht geregnet. Ein Gemisch aus Wolken und Nebel wabbert durch die Täler und hängt an den Berggipfeln fest.

Lauferei

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Und doch…da kommt sie, die Sonne und taucht den Morgen in ihre wohltuende Wärme. In Murmeli-City sind viele wach und zeigen sich in ihrem Verhalten sehr menschlich. Die einen sind bereits emsig am frühstücken, andere dösen vor dem Loch und muffeln vor sich hin, die einen waschen sich und andere machen einen Spaziergang, vielleicht auf der Suche nach einem letzten kleinen Blümchen oder einem verlockendem Kraut für den Winterspeck. Dick sind sie. Gross und klein. Wer weiss, wann sie ihr Loch schliessen werden und sich ihrem Winterschlaf hingeben. Wer weiss, wann das prachtvolle Schneeweiss sich über die Wiesen legen wird, und Skifahrer über Murmeli-City den Hang hinunter düsen werden.

Lauferei

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Es ist so wundervoll ruhig, dass das Glockengeläut eines der letzten Alpabzugs aus dem Tal hinauf getragen wird. Die Murmeli bemerken mich, bleiben ruhig. Sie haben keine Lust zu pfeifen, der Sommer hat sich verabschiedet und scheinbar mit ihm die Gefahr. Ein Menschlein auf dem Wanderweg ist keine Gefahr und erfreut sich lediglich an ihrem Treiben.

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Mit voranschreiten des Tages wird aus den Nebelbänken und den Wolken ein Deckel, der die Sicht auf die Welt verhüllt. Weg sind sie, die Berge und irgendwann beginnt es zu regnen. Der Boden und die roten Gesteine werden klitschig. Tropfen für Tropfen fällt von der Kapuze. Die Bewegung wird zur Trance. Nichts lenkt mehr ab. Nichts, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nur der Weg, der Atem und jeder Schritt. Kein Raum für Gedanken.

 

Lauferei

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Es verschliesst sich die Welt, nimmt den Blick in die Weite und hüllt dich ein.  Zurückgeworfen auf sich selbst, kommst du bei dir an und alles ist gut.

 

Lauferei

Lauferei

Es ist still geworden auf den Bergen. In Murmeli-City haben sich alle zurückgezogen. Die wenigen Wanderer laufen verhüllt und nass Richtung Bergbahn und sind sich einig: schön war`s, gut hat`s getan.

Die Welt, das Leben ist schön, auch wenn sich nicht jedes Detail sichtbar offenbart.

Mit herzlichen Grüssen aus der warmen, trockenen Stube

Erika

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Eine Handvoll

…Mut braucht es, um einen Schritt zu wagen, den man in dieser Form noch nie zuvor gemacht hat…ich bin mitten in den Vorbereitungen für meine Trekking-Reise nach Peru…am 27. September 2015 gehts los…

Foto von Aktivferien

Foto von Aktivferien

…Lebenszeit mit einem Menschen, ohne den man diese Reise sehr wohl machen würde, jedoch nicht auf diese Weise…ohne seine Geduld, Ausdauer, guten Nerven und Erbarmungslosigkeit bei der Auswahl der Wege würde ich ganz bestimmt kein Trekking machen. 

Foto von Aktivreisen.com

Foto von Aktivreisen.com

….Glück, um im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein und die Hinweise, die einem das Leben vor die Füsse legt, zu erkennen…wie in einem Puzzle fügte sich ein Teilchen zum anderen…wenn`s flutscht ist es der richtige Weg…

Lauferei

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…treues Hundeherz, wenn auch nur als Feriengast, durch das man gezwungen wird auch bei über 35 C. zu laufen und beiden Herzen gut tut. Ein Traumsommer durch den ich gewandert bin und immer ein kleines Stück mit nach Hause getragen habe. Wundervolle Wege, einzigartige Bergwelt und Natur habe ich entdecken dürfen. Und noch lange nicht alles gesehen…die Wanderliste ist noch lang…

Lauferei

Lauferei

…Liebe zum Leben, ohne das es kein Morgen geben würde…auch wenn es manchmal stachlig in der Hand liegt. Dahinter verbirgt sich ein ganz wundervolles Geschenk….

Lauferei

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..Vertrauen auf jedem Weg durch deine Woche. Das wünsche ich dir von Herzen.

Liebe Grüsse

Erika

 

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Sag zum Abschied leise Servus

es gibt diesen einen Tag, da schaue ich auf meine Bergwelt, auf die Wälder und Wiesen und weiss, der Sommer sagt leise Servus. Die meisten Vögel sind noch da, selbst eine Libelle kam vorher vorbei. Doch das Licht hat gewechselt.

Lauferei

Lauferei

Gestern noch war die Welt in direktes, strahlendes Licht getaucht und am nächsten Tag beginnt das Schattenspiel und es zeigen sich Konturen, die scheinbar mit dunkler Farbe hervorgehoben werden. Die Luft ist kühler geworden und auf den höheren Bergspitzen liegt bereits der erste Schnee.

Lauferei

Lauferei

es gibt diesen einen Tag, da liegen und stehen sie friedlich in der Idylle der Bergwelt und ahnen nichts von der Veränderung, die sie am nächsten Tag in die Dörfer und Städte, zurück in die Stallungen und in die eingeschränkte Bewegungsfreiheit bringen wird. Das laute, dumpfe Schlagen ihrer grossen Glocken kündigt sie im Tal an. Wohlgenährt und mit prächtigen Blumenschmuck, sofern auf der Alp kein Unglück passiert ist und kein Tier verloren ging, laufen sie gemächlich nach Hause. Ein Alpsommer ist zu Ende.

Lauferei

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es gibt diesen einen Tag, da ist er gewachsen und eine Pilz-blinde Wanderin findet in seiner Nähe ihren ersten Steinpilz.

Lauferei

Lauferei

es gibt diesen einen Tag, da sagt ein phantastischer Sommer leise Servus und es ist Herbst. Dafür braucht es keinen Kalender.

Ich mag diese Zeit, sie ist voller Zauber und Magie.

 

 

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Luftballon

Gerade hatte ich mich niedergekniet, um in einem grossen Korb mit bunten Wollknäueln nach einem schönen Garn zu suchen, als sich die Ladentür mit einem Klingeln öffnete, und eine junge Mutter mit einem kleinen Mädchen hereinkam, das einen Luftballon in der Hand hält. Ich schaute kurz auf und tauchte wieder in den Wollkorb ein.

Plötzlich stand das kleine Mädchen neben mir. Sie war vielleicht 2 oder 3 Jahre alt. Ich war irritiert, denn wir kannten uns nicht.

Auf gleicher Höhe sah ich in ihre strahlenden, blauen Augen und sie sagte: „Ich habe einen Luftballon!“.

Alles an ihr war von reiner Freude erfüllt und noch bevor ich antworten konnte, lief sie zur nächsten Frau und zu der Verkäuferin hinter dem Tresen. Bei jeder hielt sie inne und sagte, ohne an Ausdruckskraft und Begeisterung zu verlieren: „Ich habe einen Luftballon!“.

Ich folgte ihr mit meinem Blick. Kurz darauf öffnete ihre Mutter die Ladentür und das Mädchen lief hinterher. Sie hielt voller Stolz und Ehrfurcht ihren Luftballon vor sich in der Hand. Ich hatte mir gewünscht, dass sie sich nochmals umdreht. Nur ein „Tschüüüss“ und die Ladentür schloss sich wieder.

Der Laden wurde leerer, doch er war erfüllt von der grenzenlosen Freude des kleinen Mädchens über ihren Luftballon und ihrem Vertrauen zu jedem einzelnen von uns, uns an ihrer Freude und Begeisterung teilhaben zu lassen.

Für ein paar wenige Minuten hat dieses kleine Mädchen das Geschäft und alle die sich darin befanden, durch ihre Lebensfreude ver- und bezaubert.

Jeder von uns, wurde durch sie aus seinem Tun und seinen Gedanken gerissen.

Jeder von uns, liess sich von dieser Energie anstecken und sie hat es geschafft, bei jedem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und unser Herz zu berühren.

„Solange du ein Kind bleibst, bist du unsterblich.“

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Sollte Schweres auf deinem Herzen liegen, dann wünsche ich dir einen Luftballon, der dich zurück in deine Leichtigkeit führt.

Eine schöne, freudvolle Woche wünsche ich dir

Erika

 

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