Seit über 20 Jahren praktiziere und übe ich Yoga. Trotz aller Popularität und Informationsfluss durch die Medien, stosse ich immer wieder auf Menschen, die mich milde belächeln und mit relativ wenig Hintergrundwissen ein „Om“ von sich geben.
Verschiedene YogalehrerInnen und Stile durfte ich inzwischen kennenlernen, doch niemals wurde mir eine spirituelle Erleuchtung oder ein ewiges Leben, geschweige denn ein Heiligenschein prophezeit.
Mir – in meiner Gesamtheit tut es gut!
Bedingt durch meinen Freundeskreis habe ich viel über die Funktionsweise des Körpers lernen, und über die Komplexität des Zusammenspiels von Muskeln, Sehnen, Faszien und Organen am eigenen Körper erfahren dürfen.
Die meisten Menschen klagen über Rücken-, Knie- und Hüftprobleme. Es wird das Symptom, doch selten die Ursache behandelt.
Als 4-Beiner konzipiert, steht die Hüfte mit jedem Schritt, jeder Bewegung und Belastung unter Hochspannung. Ohne den Muskelapparat, der dies ausgleicht und stützt, würden wir vorne über kippen. Der Körper gleicht aus und optimiert. Manchmal muss er dies so sehr und stark tun, dass etwas reisst, sich verschiebt oder einklemmt.
Inzwischen gibt es Fachleute, z. B. Osteopathen, die nicht dort behandeln, wo der Schmerz sitzt, sondern beim „Gegenspieler“. D. h. ganz wo anders, und doch meist sehr erfolgreich.
Mein Yoga, und im speziellen die Stunden bei einem indischen Yogalehrer, in dessen Unterricht ich seit 4 Wochen gehe, lässt mich fasziniert und erstaunt erfahren, wie weit das Bewegungsspektrum meines – eines jeden – Körpers reicht, fühle meine Hüfte und Knie, wie sie in der Spannung, entspannen.
Es fühlt sich nicht immer angenehm an, aber im Anschluss fühle ich meinen Körper, wie er wieder zurückfindet in seine Balance und statische Elastizität.
Am nächsten Morgen wird das Gefühl noch viel deutlicher – die Muskulatur ist geschmeidiger, der Gang lockerer und für meine „Lauferei“, der perfekte Ausgleich.
Für jeden Problembereich gibt es eine entsprechende Übung, doch am Anfang ist es die Hüfte….alles andere folgt nach…
Meine persönliche Erleuchtung ist: mich in meiner Ganzheit wohl zu fühlen.
Ewiges Leben strebe ich nicht an, aber Leben in Bewegung und mit Leichtigkeit. Stark, leicht und fest verwurzelt, wie eine Blume im Wind.
Schönes Wochenende und herzliche Grüsse
Erika
Faszien = kollagenes, faseriges Bindegewebe














































