Diese Frage stellt mir eine meiner betagten Nachbarinnen (und meint damit meine betagte Mops-Dame), während sie in Gesellschaft auf ihrem Rollator in der Sonne sitzt. „Aber ja doch!“ antworte ich.
Schliesslich waren wir eine Woche im Höhentraining. Doch davon weiss meine Nachbarin nichts.

Ein über 100jähriges Ferienhaus oberhalb des Dorfes am Waldrand. Die Landschaft noch karg und die Luft sehr kühl. Die Aussicht weit und mit jedem weiteren Tag auf immer mehr Grün. Ruhig, friedlich.

Es ist sehr ruhig hier geworden – auf meinem Blog. Es fehlten mir die Worte. Umnebelt von Geschichten, Nachrichten und den eigenen Gedanken. Um mich selbst, meine Intuition und mein unverfälschtes Gefühl wahrzunehmen, ist die Natur und der Rückzug, der einzige Raum, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Das klare Weiss bringt die Gedanken zur Ruhe.

Einen Platz finden und Sein. Still halten, sitzen bleiben und die Zeit beim verstreichen beobachten.

In Bewegung bleiben und den eigenen Körper spüren, die pulsierende Lebensenergie wahrnehmen und den Atem tief und gleichmässig fliessen lassen.

Dem Zauber der Natur staunend Aufmerksamkeit schenken.

Neugierig den Tag willkommen heissen und darauf vertrauen, dass alles gut wird…

auch dann, wenn um die Hausecke kein Leckerli versteckt ist.

Den Reichtum im Kleinen entdecken.

Überraschungen und Veränderungen annehmen und weiter gehen

Jeder Augenblick ist kostbar und einzigartig.

Einem anderen eine Geschichte vorlesen und gemeinsam lachen.

Es liegt nicht in meiner Macht die Entwicklungen und Veränderungen in der Welt zu verändern, doch es liegt in meiner Macht, wie ich es wahr nehme, was ich fühle, glaube und denke. Und damit verändert sich meine kleine Welt und mein Sein.
Es mag sein, dass mir wieder einmal die Worte fehlen…und sollte ich gefragt werden: „Magst no?“ werde ich antworten: „Aber ja doch!“



































































