Spitzweg`s Zipfelmütze

Das Bild von Carl Spitzweg „Der arme Poet“ kam mir an jedem der vergangenen Tage in den Sinn, wenn ich mit meiner Zipfelmütze ins Bett ging.
Beim Anblick des armen Poeten müssen die meisten schmunzeln. Bei mir wohl eher herzlich lachen – in Bayern würde man sagen: „Wia`d Henna unterm Schwoaf“ (wie die Henne unter dem Schweif).
Heute habe ich mir das Bild von Spitzweg im Internet genauer angeschaut und die Interpretation dazu gelesen:

„…am hellichten Tag…er scheint keine Motivation zu finden aufzustehen und in den Tag zu starten“
…kenne ich…

„Das leckende Dach stört den Schriftsteller nicht. Kurzerhand hat er einen Regenschirm aufgespannt..“
Ein Regenschirm hätte mir die Sicht durch mein Dachfenster auf den Sternenhimmel, die Regentropfen oder auf die Schneeflocken versperrt und mich der Abwechslung beraubt.

„Womöglich zerdrückt er einen Floh zwischen den Fingern…“
Wäre ein Virus so einfach zu erwischen, wie ein Floh – hätte ich ihn leidenschaftlich zerdrückt.

„Das Gemälde stützt sich auf das Klischee des Dichters, den materiellen Äusserlichkeiten nicht interessieren, da er sich ganz den geistigen Freuden zugewandt hat…“
Jegliche Krankheit, die einen ins Bett, zur Untätigkeit zwingt und einem das Gefühl gibt, nicht ganz von dieser Welt zu sein, reduziert das Leben auf ganz essentielle Dinge.

Und während ich über den „Armen Poeten“ und meine Erscheinung schmunzle, kehren die Lebensgeister zurück und es kommt Bewegung in die Zipfelmütze.

Allen, denen es im Moment nicht so gut geht oder mit einer Zipfelmütze im Bett liegen, wünsche ich von Herzen gute Besserung und schaut mal zum Armen Poeten.

Liebe Grüsse
Erika

 

Interpretation und Bild auf http://www.the-artinspector.de

Das Ölgemälde von Spitzweg hängt in der neuen Pinakothek in München

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Aner hat immer das Bummerl…

oder auf deutsch: habe Grippe-„Arschkarte“ gezogen.

Melde mich wieder….

Lauferei

Lauferei

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Obwohl..

…ich einen riesigen Klacks Marmelade in meine Buchteln gemacht habe, musste ich sie suchen…

Lauferei

Lauferei

…im Tal die Primeln in den Gärten blühen, die Wiesen täglich grüner werden, die ersten Bienen und Schmetterlinge vorbeifliegen, haben wir die Winterwunderwelt gefunden.

Lauferei Lenzerheide Val Sporz

Lauferei
Lenzerheide Val Sporz

…mein Leihhund ein älterer Herr ist und bockig stehen bleibt, wenn er nicht mehr laufen will, tobt und wühlt er im Schnee und lebt den Moment.

Lauferei

Lauferei

…die Strassen in und aus den Skigebieten am vergangenen Wochenende sehr voll waren, haben wir einen menschenleeren Wanderweg gefunden. Unberührten Schnee, die Ruhe, den Frieden und die Zufriedenheit der gemeinsamen Bewegung in der Natur geniessen können.

Lauferei

Lauferei

Obwohl es immer heisst, man kann nicht alles haben, sage ich „Oh, doch – manchmal schon! Sofern man sich auf den Weg macht und darauf vertraut, es zu finden.“

 

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Lesetipps

Um meinen Hefeteig vor ständigen Blicken unter das Tuch zu beschützen und zu kontrollieren, ob er auch marschiert, schreibe ich besser meine Lesetipps nieder. Er sollte sein Volumen verdoppeln, tut er aber nicht. Dafür ist mein Bücherstapel gewachsen.

 

„Nacht im Central Park“ von Guillaume Musso
ein spannend, geschriebener Krimi mit einem wahrlich, überraschendem Ende.

„Aussteigen auf bayrisch“ von Stefanie Sommer
Stefanie Sommer schreibt authentisch und lebendig über ihre Zeit nach dem Ausstieg aus einem sicheren Job und ihren Erfahrungen als Hüttenwirtin in Bayern. Es ist kein Ratgeber, abgesehen von ihrer Aussage, dass man Mut braucht, sondern eine wahre Geschichte. Bayrisch sollte man verstehen….
„Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben
ein interessantes Buch mit überraschenden Einblicken in ein geheimnisvolles Universum.  Meine Freunde die Bäume werde ich in Zukunft mit mehr Wissen und anderen Augen bewundern.

„Die Sturm-Schwestern“ von Lucinda Riley
ein pflegeleichter Schmöker, den ich gerne vor dem Schlafen lese…

Lauferei

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Aus meinem Hefeteig sollen Buchteln bzw. Rohrnudeln werden. Denn morgen hole ich meinen Leihhund, wir suchen uns einen schönen Winterwanderweg mit Brotzeit und Tee im Rucksack.

Ein schönes Wochenende wünsche ich dir

Erika

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Wellen-Bewegungen

Der Schnee von gestern,
schwimmt heute in all seiner Klarheit im See,
hinabgeschwemmt von einer Regenwelle in einer Nacht.

Lauferei

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Der Stein, der gestern noch an seinem über Jahrhunderte angestammten Platz, als Teil eines Ganzen in vollkommener Materie existieren durfte, liegt jetzt als riesiger Findling im Tal. Eine Welle des Lösens aus festgefahrenen Strukturen.

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Hüterin des vierpfotigen Kleeblatt`s

Seit wenigen Stunden sind alle Vertrauten aus dem Haus. Es ist kalt und es schneit. Nichts aussergewöhnliches, ein Wintertag wie jeder andere zuvor. Die Zurückgebliebenen frönen ihrem Alltag.

Lauferei

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Mit lautem Getöse wird das überraschende öffnen der Haustür von einem der Bewohner angekündigt. Ein prüfender Blick und weg. Falscher Mensch.

Es folgt eine Bestandsaufnahme aller Zurückgebliebenen durch den Eindringling. Vollzählig erschienen – jeder auf seine Weise.

Lauferei

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Willi hat die schönsten, tiefblauen Augen und verteidigt seinen Platz auf der Brüstung und den Überblick, sofern die Augen einmal geöffnet sind. Er liebt es gebürstet zu werden, am besten stundenlang…

Lauferei

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Louis – faul, verfressen und frech. Morgens gegen 6 Uhr fällt er wie eine Bombe auf sein schlafendes Opfer, um sich dann daneben zu legen – bis der nächste Anfall folgt…

Lauferei

Lauferei

Gini – noch ein Baby und frisch eingezogen, erobert sie nach und nach ihr neues Zuhause. Ein dreifarbiges Mädchen, wobei die Farbe nur noch für einen Hinterlauf gereicht hat und es aussieht, als wäre sie mit einer Pfote im Schlamm gestanden.

Lauferei

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Tinka – eine sehr eigenwillige Eurasier-Hündin, sehr ängstlich ohne ihre Rudelführer. Wachsam, aber auch schnell weg…

Für ein paar Tage war ich Hüterin des vierpfotigen Kleeblatt`s. Sie freunden sich mit Neulingen an, solange gewährleistet ist, dass die Dosen auf Verlangen geöffnet werden und die gefüllte Blase vor die Tür geführt wird.

Da ich leider keine eigenen Haustiere habe, konnte ich dieses tierische Defizit ausgleichen. Streicheln und kraulen nährt Mensch und Tier.

Ich habe die Gesellschaft der vier sehr genossen.

 

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Vergänglichkeit

Lauferei

Lauferei

Nichts ist vergänglicher, als die weisse Winterpracht und die Zeit. Die weisse Pracht ist den machtvollen Temperaturschwankungen unterworfen. Nur ein paar Grad mehr oder weniger entscheiden über Verbleib oder Verlust.

Lauferei Saanenland

Lauferei Saanenland

Was heute noch Makellos, kann morgen schon in seiner Erscheinung und Konsistenz komplett verändert sein.

Lauferei

Lauferei

Mit jedem Schwung macht der tiefgefrorene, feine Pulverschnee ein ganz wunderbares, zartes Geräusch…ich höre es sofort, sobald ich die Augen schliesse…

Lauferei

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…mit grossen Augen stehe ich am Piano in einer Hotelbar und lausche der Musik. Sie ist mir vertraut  – gespielt von einem Pianisten, der vor mehr als 20 Jahren in einem Restaurant engagiert war und mir an diesem Abend nach langer Zeit wieder begegnet.

Lauferei

Lauferei

Im Hotel und in dem Restaurant habe ich gearbeitet. Älter und weiser und trotz unserer sichtbaren, äusseren Veränderung erkennen wir einander und er spielt und singt ein Lied: (leider weiss ich nicht mehr von wem oder den Titel – frei übersetzt)

…ich bereue nichts…

…ich erwarte nichts…

…das Gestern kennt kein Ja…

…das Morgen ist ungewiss und was dich verlassen wird..

…ich bereue nichts und liebe den Moment…

Am Ende des Tages stehst du da und fragst dich:

„Wo ist er – der Schnee,

und sie – die Zeit

bloss hin?“

Lauferei

Lauferei

Der Schnee schmilzt und die Zeit verrinnt. Erinnerungen bleiben und können aufgefrischt werden.

Der Vergänglichkeit zum Trotz: schön war`s! Der Schnee, die Bergwelt, die Musik und die Zeit mit guten Freunden.

Eine schöne Woche wünsche ich Dir

Erika

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Was lange währt, wird endlich gut…

Meinen herzlichsten Dank an Frau Holle, die innert kürzester Zeit den gesamten Alpenraum mit viiiel Schnee beschenkte und uns hervorragende Pistenverhältnisse bescherte.

Auch heute hat es den ganzen Tag geschneit…

Lauferei

Lauferei

Ich geh dann mal in die Höhe. Schau nach, wieviel Schnee dort liegt und bringe meine Ski an die frische Luft….

bis auf bald

Erika

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Pfingsten 2016

Ein kleiner verdorrter Ast von einer Arve liegt auf meinem Kamin und fast täglich rieche ich daran. Sein spezieller Duft bringt mich zurück in den Arven-Wald des Münstertals / Engadin. Gleichzeitig erinnert er mich auch daran, dass ich einen Eintrag für Pfingsten schreibe, denn viele planen bereits die Feiertage und ihre Ferien. Und vielleicht möchtest du mit mir zusammen einen frischen, kleinen Arven-Ast aus dem Val Müstair mit nach Hause nehmen….

Pfingsten 13. – 16. Mai 2016

Wandern & die Seele baumeln lassen

Hotel Central Valchava, CH – Val Müstair

Wandern bedeutet für mich einen schönen, abwechslungsreichen Weg zu laufen, der mich durch Landschaften und Wälder, vorbei an Flüssen, Wasserfällen oder Seen führt. Vielleicht ein Reh, Murmeltier, Gemsen oder sehr, sehr selten Hirsche sehen zu dürfen. In die Schönheit und Stille der Bergwelt einzutauchen.

Lauferei

Lauferei

Primär zählen für mich nicht die Höhenmeter oder Kilometer, die ich zurücklege oder dass ich zwingend einen Berggipfel erreichen muss.

Ich mag es sehr, wenn auf meinem Weg ein gemütliches Gasthaus auf mich wartet und ich gestärkt meine Wanderung fortsetzen kann. Oder ich habe meine Brotzeit im Rucksack und finde einen schönen Platz mit Aussicht.

Im Laufe meiner Wanderschaften durfte ich viele schöne Wege gehen und die Natur in unterschiedlichen Regionen entdecken. Das Val Müstair hat es mir dabei besonders angetan. Es gibt Wege, die ich immer wieder gehen kann und sie stets aufs Neue entdecke und mich doch Vertrautes dort empfängt. Ich mag die kerzengeraden, starken und wandlungsfähigen Lärchen und die knorrigen, mächtigen Arven mit ihrem Duft.

Lauferei

Lauferei

Die Entscheidung Pfingsten im Val Müstair zu verbringen, war schnell getroffen und mit ihr die Idee geboren: wer mit mir mitwandern will, ist herzlich Willkommen! Freunde oder Fremde.

Ob alleine, mit Partner/in und evtl. unterschiedlichen sportlichen Interessen (Val Müstair ist ein bekanntes Mountainbike-Revier) oder mit Freunden, ist es jedem frei gestellt sich meiner Wanderung anzuschliessen oder den Tag nach dem jeweiligen Bedürfnis zu gestalten.

Am Abend treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen.

Ganz einfach und unkompliziert.

Ich freue mich auf Pfingsten und auf Dich!

Nachfolgend weitere Informationen:

Übernachtung im Hotel Central Valchava, CH 7535 Valchava, http://www.centralvalchava.ch

Mail: info@centralvalchava.ch Tel. 0041 81 858 51 61

  • bitte reserviere dein Zimmer und die Aufenthaltsdauer direkt im Hotel mit dem Vermerk „Erika“
Lauferei

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Wanderungen zwischen 3 – 6 Std. Je nach Witterung und Verhältnissen. Hohe Wanderschuhe falls noch Schnee liegt.

Bun di

Solltest Du noch Fragen haben, stehe ich dir gerne für weitere Informationen zur Verfügung.         lauferei@bluewin.ch

Herzliche Grüsse und vielleicht auf bald im Münstertal

Erika

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Raus mit dir….

Dampf ablassen in der Natur.

Sie nimmt dich, ohne zu werten.

Lauferei Blick auf den Walensee

Lauferei
Blick auf den Walensee

Sie hört dir zu, ohne zu urteilen.

Sie empfängt dich mit offenen Armen, ohne dich zu erdrücken.

Lauferei

Lauferei

Mit peruanischem Ingwer in meiner Thermosflasche und meinen Fellen für die Tourenski fahre ich durch eine Nebelwolke den Hang hinunter. Die Pisten auf der Ostseite sind noch geschlossen. Der Winterwanderweg Richtung Alp Fursch ist gespurt. An ihm orientiere  ich mich.

Lauferei

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Mit den Nebelwolken verschwindet auch die dicke Luft in mir. Vor mir öffnet sich langsam die frisch verschneite Bergwelt und mein Herz geht auf und lacht.

Lauferei

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Ich bin ganz alleine und es ist still. Und alles zuvor, eine Konfrontation, der Ärger ist Schnee von gestern. Tempi pasati!

 

Lauferei Alp Fursch

Lauferei
Alp Fursch

 

Ich bin hier, inmitten des Tals und alles ist einfach nur traumhaft schön!

Aus dem Kamin der Alp steigt Rauch auf. Es gibt einen Espresso für mich…

 

Lauferei

Lauferei

 

Mit einem lockeren Hüftschwung lässt sich jeder Stein, der einem in den Weg gelegt wird, leicht umkurven. Selbst dann, wenn die Bedingungen noch nicht optimal sind….

 

 

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