Wasserweg Flims

Lauferei

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Graubünden hat an diesem Ausflugstag alles gegeben.

Wind, Regen, Wolken, Schneeschauer, Sonne und zuletzt ein wunderschöner Regenbogen.

Die schönste Überraschung war der Wasserweg „Trutg dil Flem“. Neu angelegt, führt er an der Flem entlang über die unterschiedlichsten, kreativen Weggestaltungen. Über 7 Brücken, die vom Bündner Brückenbauer Jürg Conzett gestaltet wurden, kann man die Flem überqueren und in überwältigende Schluchten blicken. Der Weg ist 13 km lang und max. 50 cm breit und führt von der Quelle, im oberen Segnesboden hinab ins Dorf.

Weniger geübte Wanderer können den Weg in Etappen erkunden. Wir waren an diesem Tag auf unserem Teilstück ca. 3 Stunden unterwegs und wurden mit vielen unterschiedlichen Landschaftsbildern beschenkt.

Sehr zu empfehlen und grosses Kompliment an die Initiatoren und Gestalter dieses Weges! Es macht richtig Spass ihn zu gehen – bei jedem Wetter.

Nähere Informationen unter http://www.flims.com

Eure

Erika

 

 

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Mit dem Wind 1

Die grössten Herausforderungen im Leben sind jene, wenn das Herz am schnellsten schlägt, Adrenalin ausgeschüttet wird und der Körper zu beben beginnt.

Die Kulisse der Herausforderung ist Nebensache. Wir sind gefordert: mit oder gegen den Wind? Gewinnt die Angst oder der Mut? Nutzen wir die Gelegenheit oder lassen wir sie verstreichen? Bleiben wir, wo wir stehen oder gehen wir einen Schritt auf unserem Weg weiter? Wagen wir ein Risiko oder bleiben wir in der scheinbaren Sicherheit?

Das einzig beständige im Leben ist die Veränderung, täglich schaut das Leben vorbei und fragt: „Kommst du mit?“ Und wer immer nur nein sagt, muss sich nicht wundern, wenn das Leben vorbei kommt und einem einen Tritt in den Hintern verpasst. Spätestens dann, wäre es gut, sich zu bewegen. Das Leben ist einfallsreich.

Mein Leben fragte mich vor einigen Jahren: „Willst du segeln?“ und wie immer brauchte ich Zeit, Diskussion mit Oki (mein innerer Schweinehund und Zweifler) und Kämpfe mit meiner Angst – mein anhänglicher Schatten. Selbstverständlich spulten sich in meiner Phantasie alle möglichen Szenarien ab, incl. Bermudadreieck, das Schiffe verschluckt. Doch dort sollte der Segeltörn nicht hinführen, sondern nach Griechenland.

Ok! Ich bin dabei!

Die 1. grosse Herausforderung war mein Gepäck auf einen winzigen Seesack zu reduzieren. Die 2. das schmale Brett, dass das Segelschiff mit der Hafenmauer verbindet. Doch, wie so oft im Leben, wenn die Angst einen wie angewurzelt stehen bleiben lässt, wird einem eine Hand gereicht und hilft. Eine 3. Herausforderung gab es nicht. Der Rest der Reise war phänomenal und einer meiner genialsten, schönsten Erfahrungen, die ich bisher Dreimal erleben durfte.

Lauferei

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Zu jedem Segeltörn hatte ich einen Reisebericht geschrieben und ich möchte euch in Auszügen daran teilhaben lassen:

LEE (die vom Wind abgekehrte Segelseite)

Unser Leben ist ein Schiff,
auf das wir gesetzt werden, und schnell gezeigt bekommen, dass wir rudern und kämpfen müssen, um an unser Ziel zu gelangen. Manchmal – ohne zu wissen, welches Ziel dies ist.
Wir treffen Menschen,
die uns begeistern oder uns missfallen.
Sie dürfen bleiben oder müssen gehen.
Wir laden Ballast auf, ohne zu bedenken, dass der Platz um sich zu bewegen stets geringer wird, und uns letztendlich die Luft zum Atmen nimmt.

Die Sonne scheint – wir rüsten uns für den nächsten Wolkenbruch,
es regnet – wir lassen uns überschütten.
Es stürmt – wir stellen uns der Kraft entgegen,
nichts bewegt sich und wir zappeln herum,
aus Angst, nicht vom Fleck weg zu kommen.
Wir legen uns schlafen, ohne zu wissen, was der neue Morgen bringen mag, und durchdenken alle Eventualitäten bis ins Detail.
Wir setzen die Segel, ohne Aussicht auf Wind.
Wir ändern die Richtung, ohne Land zu sehen.
Wir nehmen unser Leben in unsere Hände,
ohne ihnen zu vertrauen und ohne den Glauben an ihre Kraft.
Wir glauben im Jetzt zu leben, ohne den Augenblick anzunehmen, so wie er ist.
Ein Geschenk – das nicht stets unseren Wünschen entspricht.

Lauferei

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LUV (die zum Wind gekehrte Segelseite)

Du bewegst dich auf schwankendem Untergrund,
fühlst dich sicher.
Selbst wenn du dir einen blauen Fleck einfängst, weisst du, um deine Standhaftigkeit und die Ausgeglichenheit deines Körpers.
Du folgst den Kommandos, weisst dabei manchmal gar nicht um ihren Sinn.
Du blickst in die Sonne und fühlst ihre unerschöpfliche Energie.
Du fühlst den warmen Wind auf deiner Haut und kennst seine ungebremste Kraft.
Du hörst die Geräusche des Meeres, und weisst um seine Gewalt und Macht.
Du blickst nach vorne uns siehst nichts, kein Anfang und kein Ende.
Du fühlst dich getragen, umhüllt von Glauben und Urvertrauen.
Du hast keine Angst, denn dein Leben liegt in guten Händen, die dir niemals böses wollen und dich stets beschützen.

Du sitzt auf dem Schiff, das deinen Namen trägt und lässt dich treiben auf dem Fluss deines Lebens.
Im richtigen Moment legst du deine Hände an die Seile, um deinen Weg zu erleichtern.
Leicht – frei und mit neugierigem Blick.

Ich wünsche euch, stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Von Herzen
Erika

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Sylt

Sylt2014Handy 248Spreche ich mit Menschen, die schon einmal auf Sylt waren, sind sie absolut begeistert und kehren gerne auf die nördlichste und grösste Insel Deutschlands zurück. Es gibt aber auch solche, die sagen „Nein danke“.

Dieser Beitrag ist für jene, die Sylt nicht kennen.
Sylt liegt in der Nordsee und kann per Zug über den Hindenburgdamm, mit dem Flugzeug oder mit der Fähre von Dänemark aus, erreicht werden.
Mein letzter Aufenthalt auf Sylt war im vergangenen Juni und ich fuhr mit dem Autozug von Lörrach nach Hamburg-Altona. Von dort aus Richtung Westen über Landstrassen, mit einem Halt in Friedrichstadt – sehr schön und zu empfehlen, weiter nach Niebüll. Hier folgt wieder ein Autoverlad auf den Sylt-Shuttle nach Westerland / Sylt.

Der Zauber von Sylt beginnt mit dem Autoverlad. Mit jedem Meter, mit dem das Festland hinter einem bleibt, entfernt sich auch der Alltag und steigt die Vorfreude auf die Insel. Während meinem Transport liess ich den Regen hinter mir, nach und nach öffnete sich die Wolkendecke und die Sonne kam hervor.
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Für eine Reise nach Sylt muss jede Wettervariante eingeplant werden und die entsprechende Kleidung im Gepäck sein. Alles dabei: Regenjacke, dicker Pulli, kurze Hose, Bikini. Ich hatte grosses Glück und wurde mit viel Sonne beschenkt.

Was ist der Zauber, die Faszination von Sylt?
Ich kann nur von mir aus gehen und hier Meins: die unglaubliche Weite der Insel, die sanft geschwungenen Dünen, die endlosen Sandstrände, die unendliche Weite des Meeres, das sich jeden Tag neu erfindet und präsentiert. Die Wildheit der Nordsee und die Sanftheit des Wattenmeeres, mit Ebbe und Flut. Der Geist öffnet und weitet sich.

Der Wind, der die Dünengräser in Bewegung hält, mit dem Meer spielt, den Sand stets aufs Neue formiert. Den Kopf durchlüftet.

Die Häuser, der sehr unterschiedlichen Dörfer werden von Reetdächern dominiert. Von ursprünglich bis mondän, abgeschottet oder für das neugierige Auge geöffnete Gärten. Sympathische kleine Cafes und Kneipen, gepflegte innovative Gastronomie, sympathische, freundliche Menschen. Westerland, die Hauptstadt der Insel, und sein grosses Angebot an Geschäften für jeden Geldbeutel. Es ist das Zusammenspiel von allem…

Auf Sylt kann man sich jeden Moment entscheiden, ob man die Einsamkeit möchte und sie auch finden wird, oder ob man mitten ins Gewühl möchte. Jeder hat und findet seinen Platz.

Denke ich an Sylt öffnet sich mein Herz und mein Geist. Denke an Milchreis und Schokolade, an Radltouren und Spaziergänge am Wattenmeer. Die Gesamtheit der Insel umschliesst mich mit ihrem Frieden und ihrer guten Energie. Lässt mich ruhig werden.

Die schönsten Momente sind die Tage, an denen die Natur mit sich spielt, iSylt2014Handy 207hre Kraft und Flexibilität, ihre Schönheit und Harmonie zeigt: Sturmtage mit Sonnenschein! Der Mensch wird mit in dieses Spiel eingebunden und durchgeschüttelt.

Ich liebe diese Tage voller Bewegung, Energie und Kraft. Fühlbar werde ich zu einem Teil des Ganzen. Und ich weiss, danach muss ich mich ent-salzen und ent-sanden. So schön!

Sylt2014Handy 153Im Strandkörbchen lässt es sich bei fast jedem Wetter wunderbar einkuscheln. Lesen, Nickerchen machen, Menschen beobachten und einfach nur Sein!

Sylt ist eine vielfältige, abwechslungsreiche Insel und wer sich ihren speziellen Virus eingefangen hat, wird immer wieder gerne zurückkehren.

Ich – ganz bestimmt.

Moin

Erika

 

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Schlechtes Gewissen

mich plagt mein schlechtes Gewissen oder besser, ich schäme mich. In der zweiten Nacht im Piemont wurde ich in meinem Zimmer durch merkwürdige Geräusche aus dem Halbschlaf geweckt. Im ersten Moment dachte ich, es sei eine Maus im Zimmer. Ich suchte alles ab, schaltete das Licht wieder aus, und da war das Geräusch wieder. Licht wieder an, nochmals kontrollieren, nichts. Licht aus. Ich dachte schon ich hätte Halluzinationen. Wieder das Geräusch, diesmal noch lauter. Licht an. Leicht genervt und inzwischen hell wach.

Auf meiner Bettdecke sitzt ein Monster-Grashüpfer. So einen grossen Hüpfer hab ich noch nie zuvor gesehen. Adrenalinschub!

Und deshalb schäme ich mich. Vor lauter Schreck und nächtlicher Überforderung hat er diesen Sprung in mein Bett nicht überlebt.

Zu Hause habe ich nachgeschaut, was dieses Tier bedeutet, wenn es in unser Leben tritt. Und danach hab ich mich noch mehr geschämt.

Heuschrecke / Grashüpfer

Soll einem zeigen, das Leben spielerisch anzugehen, spontan, kreativ und aufgeschlossen zu sein. Wie eine frische Sommerbrise, die durchs Leben weht und alle Vorhaben und Gedanken mit frischer Luft erfüllt. Er möchte Unbeschwertheit, Leichtigkeit, Kreativität, Lebensfreude und Hingabe in unser Leben bringen. Grashüpfer häuten sich und so soll sich auch der Mensch von seinem alten Ich befreien und den Sprung in ein neues Leben wagen.

Ich habe ihn mit einem grashüpfergrünen Turnschuh ermordet!

Dieses Bild  von dem Grashüpfer auf meiner Bettdecke werde ich genauso wenig vergessen, wie ein anderes spezielles Erlebnis vor einigen Jahren:

Auf einer Wanderung und mit dem Blick auf dem Boden, auf der Suche nach Pilzen, kamen wir an einem Felsen vorbei. Ein paar Meter über uns, stand auf diesem Felsen ein prächtiger, alter Steinbock. Voller Kraft und Überlegenheit blickte er auf uns herunter. Er hat sich nicht bewegt, wir uns auch nicht. Es ist ein unbeschreiblicher Moment gewesen, als wär die Zeit stehen geblieben und als gäbe es nur uns Drei. Dieser Anblick und dieses Gefühl ist noch heute taufrisch bei mir. Wird es immer sein.

Steinbock

Mut und Ausdauer, Kraft und ein starker Wille sind jetzt erforderlich, denn du hast dir einen Weg der Stärke vorgenommen.

Der Steinbock soll an die unerschütterliche Willenskraft, Zähigkeit, Ausdauer und innere Stärke erinnern, mit denen man dunkle, schwierige und auch gefährliche Lebenspfade meistern kann. Er vermittelt einem: alles ist gut wie es ist und hat seinen Sinn, auch wenn sich dieser erst später zeigen wird.

Unter http://www.schamanische-krafttiere.de kann man fast jedes Tier nachschlagen, selbst die Ameisen im Garten oder mein Wespennest unterm Dach. Manchmal sehr spannend und häufig zutreffend.

Hilft meinem schlechten Gewissen trotzdem nicht.

Gruss

Erika

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Time-out

„Die Perle der Langhe“ – Bossolasco / Cuneo, im Piemont. Ein kleines Dorf auf der Kuppe eines der sanft geschwungenen Hügel des Piemonts in der Nähe von Alba. Sattes, volles Grün, dominiert von Haselnussbäumen und Weinreben.

Bossolasco ein beschauliches Dorf, in dem sich in engen Gassen mit Kopfsteinpflaster, sehr schön restaurierte Häuser, wie Perlen an einer Kette aneinander reihen und sich zu einem Kreis um den Dorfkern formieren.

Auf der Suche nach unserem Agriturismo gefällt mir dieses Dorf bereits auf den ersten Blick. Unsere Bleibe liegt ausserhalb des Dorfes, das sich weit über den Hügelkamm zerstreut. Am Ende einer solchen, kleinen Siedlung liegt unser Agriturismo „La Cascina“. Ein ehemaliger Bauernhof, der mit viel Liebe zum Detail renoviert wurde und sehr unterschiedliche Zimmer anbietet. Sehr gemütlich, gepflegt und mit allem, was man benötigt.

Nach 5 1/2 Stunden Fahrt mit erstaunlich wenig Verkehr empfängt uns hier ein unglaublicher Frieden, wohltuende Stille und ein Cappuccino mit Kuchen von Lucia, der Chefin des Hauses.

Unter der Pergola mit einem traumhaften Weit- und Rundumblick auf die Umgebung, können die Sinne zur Ruhe kommen, Körper, Geist und Seele ankommen und einfach nur Sein!

Lauferei

Lauferei

Ich durfte schon viele wunderschöne Plätze auf dieser Welt sehen, doch dieser hier ist der Inbegriff von Frieden und Ruhe für mich. Selbst wenn im Hintergrund Kinder spielen, irgendwo Hunde um ihr Revier bellen und die Nonna lautstark nach ihrer Enkelin ruft.

Hier ist nichts perfekt, die Wäsche hängt zum trocknen auf dem Gartenzaun – der Pavillon hat ein Loch in der Abdeckung, Spielsachen liegen im Garten, die Tischdecke hat ihre besten Zeiten hinter sich und ist sauber und gebügelt, das Geschirr zum Frühstück ist herrlich bunt zusammengewürfelt, unsere Handtücher im Zimmer sind wunderschön mit Spitzen und Häkelbordüre aus einer anderen Epoche, die Leinenlaken stammen aus einer Aussteuer vieler Generationen zurück……..jedes kleinste Detail fügt sich zu einem Ganzen und macht zusammen mit den sehr sympathischen, fürsorglichen und herzlichen Besitzern dieses Haus und seinen Garten zu einem Paradies. Einfach Perfekt.

An einem Abend waren wir in der „Trattoria da Lele“ in Murazzano essen.

HandyJuli2014 025Dort setzt man sich hin und los geht’s! Ohne zu wissen, was einem serviert wird. Keiner von uns weiss, wieviele Gänge wir gegessen haben. 10 oder 12?? Einer köstlicher, als der andere. Wunderbar satt und zufrieden geniessen wir diesen Abend und den Sonnenuntergang über den Dächern von Murazzano.

Sehr, sehr zu empfehlen und unbedingt reservieren.

 

 

 

 

In Italien, ebenso in Spanien sind Pasticceria`s eine unüberwindbare Hürde. Ich muss hinein und schauen was es gibt! Und es gibt so viel! Mit grossen Kinderaugen und Wasser, das mir im Mund zusammenläuft, sollte ich mich entscheiden. Am liebsten von allem mindestens 3 Stück! In Bossolasco befindet sich mitten im Dorf die Pasticceria Eugenio Truffa. Zum Glück war ich nur 2 x drin!

Der schönste Nebeneffekt von Bossolasco: an einem schönen, sonnigen Sommertag ist man in einer guten Stunde am Meer! Mittendrin zwischen Liegestühlen und Sonnenschirmen.

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Lauferei

Zuviele Menschen

gar nicht meines

die Sonne scheint

es ist heiss

das Meer ist warm

Badezeit!

Danach Gelati!

Zufriedenes Herz!

 

Es waren nur ein paar Tage. Voller Überraschungen – Glühwürmchen – sehr entspannend und wohltuend. Zufrieden und erfüllt machen wir uns auf den Heimweg. Ich komme wieder, ganz bestimmt………..

Auf bald

Erika

 

 

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Glühwürmchen

Glühwürmchen sind faszinierende, fast schon mystische Erscheinungen und für die meisten eine Erinnerung an ihre Kindheit.

Jeder, der sie in einer dunklen Sommernacht auf seinem Weg entdeckt, hält inne und gerät erstaunt in Verzückung. Ein so kleines unscheinbares Tier, kann durch sein Leuchten ein Herz berühren.

Vereinzelt werden Glühwürmchen, als die ewig lebenden Seelen von Verstorbenen angesehen.

Sie leuchten in den Monaten Juni und Juli zur Paarungszeit. Und es sind die Männchen, die erleuchtet nach ihrem Weibchen suchen.

Glühwürmchen leben, als gäbe es kein Morgen. Sie nutzen jede Nacht, als wäre es ihre Letzte.

Sie strahlen aus sich heraus und sind dabei romantisch, sie fressen nichts, leben von Luft und Liebe und Fettreserven. Bis ihnen das Licht ausgeht.

Ich habe Glühwürmchen am vergangenen Wochenende im Piemont gesehen. 2 Stück

Ich muss darüber nachdenken…… Und demnächst erzähl ich euch von dieser kurzen, wundervollen Reise. Meine Glühwürmchenreise…

Herzlichst

Erika

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Sehschwäche

Schauen Sie mal genau hin! Können Sie mich erkennen?

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Es ist unscharf? Na, dann setzen Sie Ihre Brille auf!

Ich wurde zur Tierärztin geschleppt! Sehtest!

Und weshalb? Weil ich keine Treppen steige! Ist das ein Grund mich für blind zu halten? Wo bitte besteht da der Zusammenhang?! Selbstverständlich ist fast alles in Ordnung. Genauere Details erspare ich Ihnen. Wer will schon ständig auf sein Alter aufmerksam gemacht werden.

Ich mag keine Treppen! Wie soll ich dem Menschen das klar machen? Und die sind überall!

Ich verhalte mich sehr Damenhaft. Ich bleibe einfach stehen und warte geduldig.

Der Mensch sagt: Geduld ist der Meister der Zeit.

Es findet sich immer jemand, der mich die Treppen rauf und sie auch wieder runter trägt.

Ich bin ja nicht doof, und blind schon gar nicht!

Ihre

Angelique

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Oben ohne

Es gibt nur wenige materielle Dinge an denen mein Herz hängt. Zum einen ist das mein Filofax. Prähistorisch – ja ich weiss. Und zum anderen mein Cabriolet. Seit vielen Jahren, mit Unterbrechung, fahre ich Cabriolet und es ist ein wundervolles Geschenk an mein Leben. Für mich bedeutet es nicht „Statussymbol“ oder „Prahlerei“, für mich ist es „andocken am Himmel“.

Ich liebe es, die Sonne in meinem Gesicht zu spüren, der Wind auf meiner Haut, all die Gerüche (manchmal auch unangenehme) von frischgemähtem Heu, der feuchten Erde im Wald, der Geruch von Regen noch bevor er mich erwischt, einen Regenbogen uneingeschränkt zu bestaunen, die Geräusche der Welt und des Windes. Es ist ein Lebensgefühl!

 

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Offen zu fahren, entspannt mich, lässt meine Gedanken frei fliegen und ist einfach immer wieder wunderschön.
In den vergangenen Monaten habe ich mir oftmals gewünscht, einfach weiter zu fahren, Richtung Süden bis zum Meer.
Morgen ist es soweit, ich fahre……
bis bald
Erika

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Abschied

Sylt2014Handy 168Öffnet ein Mensch die Tür unserer Herzenskammer und verlässt sie, weil er stirbt oder sich von uns trennt, werden wir nicht gefragt, ob wir das wollen.
Ein Mensch geht, da es seine Entscheidung ist und wenn es uns noch so schwer fällt sie zu akzeptieren.
Wir werden nicht gefragt, wie wir ohne diesen Menschen weiter leben sollen. Sein / Ihr Platz ist leer.
Tausend Situationen, Momente, Gefühle die wir so gerne diesem Menschen mitteilen, erzählen, schenken würden.
Dieser Mensch ist weg!
Dieser Mensch hat uns verlassen! Und lässt uns scheinbar alleine zurück.
Das Leben ist voll von Abschieden und es ist immer ein bisschen wie Sterben.
Es tut weh, und manchmal zerreisst es einem schier das Herz!
Ein gigantischer Schmerz, der sich über das stärkste aller Gefühle, die Liebe legt und dazwischen brodelt die Wut.
Wut auf den anderen, Wut auf uns, Wut auf das Leben, die Ungerechtigkeit, auf das Verlassen werden usw.

Wut und Liebe sind die kraftvolle, intensive Emotionen.
Wut will, soll und darf gelebt und gefühlt werden, ganz egal was einem beigebracht wurde. Raus damit!

Die Zeit lehrt uns mit dem frei gewordenen Platz in unserem Herzen zu leben, wir tragen die Erinnerung an diesen Menschen liebevoll bei uns, bis zu dem Zeitpunkt, da wir selbst von der Bühne abtreten.

Schau dich um in deinem Herzen, so viele sind bei dir, und der wichtigste Platz in der Mitte bleibt auf ewig besetzt: Deiner!!

Von Herzen

Erika

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Die Anderen

Mir drehts die Zehennägel rauf! (ein bayrischer Ausdruck für Empörung), sobald ich in einem Gespräch „Die Anderen“ höre.

Die Anderen haben dies oder das, sind dicker oder dünner, haben mehr oder weniger Geld auf dem Konto, fahren ein kleineres oder grösseres Auto, haben mehr für kürzere Ferien bezahlt, oder oder oder.

Immer im Vergleich! Das Auge mehr auf den Anderen, als auf sich selbst gerichtet. Natürlich schaue auch ich auf die Anderen. Wie hat sie ihren Blog gestaltet, welche Schuhe trägt sie zu ihrem Out-fit, wie handhabt sie oder er diese Situation.

Ich beobachte und informiere mich, nehme das für mich Stimmige raus und sofern es mir möglich ist, setze ich es um. Von Klein auf, orientieren wir uns an unseren Mitmenschen und wir lernen, es ihnen gleich zu tun und sie zu kopieren.  So einzigartig auf die Welt geschickt, wird uns jahrelang Schicht für Schicht Patina aufgetragen.

Wir sind voller Konditionierungen und das Schöne mit zunehmenden Alter: wir erkennen sie und dürfen sie ablegen. Weil sie uns einengen, behindern und niemals wirklich zu unserer Persönlichkeit gehörten.

Das entdecken der eigenen Persönlichkeit, des ureigensten Wesens und der Individualität ist ein langwieriger, manchmal sehr schmerzhafter Prozess. Der Wichtigste und wertvollste im Leben. Es wird niemals enden, wie wir uns auch nicht gegen das Atmen entscheiden können. Mit dem letzten Ausatmen endet unsere irdische Erfahrung und ich wünsche mir, dann dort oben auf einem Bankerl zu sitzen und sagen zu dürfen: A Gaudi war`s!

Noch besser ist es, JETZT einen Moment innezuhalten und zu sagen: Das Leben ist schön!

Gelingt nicht täglich, ich arbeite daran!

 

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